Gehört und Gesehen - American Amadeus

25.01.2021John Diva & The Rockets Of Love

John Diva & The Rockets Of Love

American Amadeus

Steamhammer/SPV (2021, CD, LP, digital)

John Diva & The Rockets Of Love ist eine Hard-Rockband, die ihren musikalischen Fokus klar auf die 80er Jahre richtet. Sich machen Musik, wie man sie auch von Bands wie Def Leppard, Poison oder Twisted Sister kennt und dies auch mit Erfolg. Ihr Debütalbum „Mama Said Rock Is Dead“ mit Songs wie „Lolita“, „Blinded“ und der Ballade „Just A Night Away“, schaffte es auf Anhieb sich Platz 24 der deutschen Albumcharts zu sichern. Mit „American Amadeus“ möchte die Band ihren erfolgreichen Weg fortsetzen.

Das Album startet mit dem energievollen Song „Voodoo, Sex & Vampires“, der sofort klarmacht, wo die Reise hingehen soll. Mit Powerchords, Riffs und kleinen Licks geht es kräftig nach vorne. Der typische Hard Rocksong ist der perfekte Auftakt, da er auch einer der besten Titel des Albums ist. Gleich danach ist auch schon der Titeltrack „American Amadeus“ an der Reihe. Er steht seinem Vorgänger in nichts nach und macht Lust auf mehr.

Qualitativ ein bisschen hinter den beiden ersten Songs ist hingegen „Soldier Of Love“. Er zwar ein grundsolider Song, kann aber irgendwie nicht an die Eingängigkeit und die Energie anknüpfen, die zuvor da war. Der nächste Song „Bling Bling Marilyn“ verlässt dieses kleine Tal wieder. Die erste Singleauskopplung der Albums hat John Diva zusammen mit Hannes Braun von Kissin‘ Dynamite geschrieben. Überzeugen kann der Song vor allem auch durch seine Soli.

Wiederum zu den schwächeren Songs gehören unter anderem „Champagne On Mars“ „Wasted (In Babylon)“ und „Movin‘ Back To Paradise“. Sie fallen zwar im Gesamtkonzept des Albums nicht aus dem Rahmen, sie aber auch nicht richtig auffällig.

Die Highlights des Albums sind, neben den bereits erwähnten Songs „Voodoo, Sex & Vampires“, „Bling Bling Marilyn“ und „American Amadeus“, „Drip Drip Baby“ und „Karmageddon“. Sie machen die ganze Bandbreite von John Diva & The Rockets Of Love deutlich.

Überzeugen kann auch die einfache, aber im gedächtnisbleibende, Ballade „2 Hearts“. Der Song, der nur einer Akustikgitarre und dem Gesang von John Diva auskommt, zeigt, dass die Band auch die leisen Töne beherrscht.

Generell halten sich die guten und schwächeren Songs auf dem Album die Waage, wobei insgesamt die Qualität hoch ist. Man kann nicht sagen, dass John Diva & The Rockets Of Love das Rad neuerfinden. Aber mit ihrem zweiten Album „American Amadeus“ könnte sich die Band zu einer festen Größe entwickeln.

Damit möchte ich sagen, wer den Namen John Diva & The Rockets Of Love hört weiß genau was er bekommt. Und entweder ist man Fan des Hard Rocks der 80er Jahre und liebt diese Musik einfach oder man erwartet von einer heutigen Band mehr Innovation. Falls das Letztere stimmt, sollte man sich lieber anderweitig orientieren.

Für meine Rezension hatte ich die CD Version des Albums „American Amadeus“ vorliegen. Die LP-Version enthält, neben den normalen zwölf Song, die drei weiteren Bonustracks „Star Of Rock“, „Blonde! Black! Red! Brunette!“ sowie „American Amadeus“ als Orchesterversion.


Stephan Meßmann
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.johndiva.com
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