Gehört und Gesehen - New Empire, Vol. 2

30.11.2020Hollywood Undead

Hollywood Undead

New Empire, Vol. 2

BMG/ Dove & Grenade Media (2020, CD, digital)

Im Februar veröffentlichten Hollywood Undead ihre CD „New Empire, Vol. 1“. Mit ihr wollte die Band einen neuen Sound finden, der sich auf der einen Seite von ihren vorherigen Alben abhebt, aber auf der anderen Seite nahtlos an sie anschließt. Nun haben sie wiederum den zweiten Teil des Projekts auf den Markt gebracht. „New Empire, Vol. 2” soll quasi ein weiterer Baustein in der Definition ihres neuen Bandsounds sein.

Das Album, mit insgesamt zehn Songs, startet mit „Medicate“. Der Alternative Rock Song erinnert von seinem Sound an die frühen 2000er und hatte auch genauso gut von Bands wie Good Charlotte sein können. In eine ähnliche Richtung geht auch der zweite Titel „Comin` Thru The Stereo“, der zusammen mit dem Rapper Hyro The Hero entstanden ist. Dementsprechend sind die Rap-Parts etwas stärker ausgeprägt als beim ersten Song.

Komplett den Fokus auf den Rap legt hingegen der Song „Monsters“. Zusammen mit Killstation haben Hollywood Undead einen düsteren, modernen Hip-Hop Track gebastelt. Generell sind Rap beziehungsweise Hip-Hop wichtige Elemente, die sich nahezu durch jeden Song der Platte ziehen. Eine weitere Musikrichtung, die immer wieder Einzug in die Songs findet, ist der Electro. Das beste Beispiel dafür ist „Worth it“. Der ruhige Song, der ein Highlight des Albums ist, verbindet gekonnt elektronische Elemente mit Rap.

Die dritte Musikrichtung, die immer wieder auftaucht, ist der Metal. Alle drei Genres finden Platz im Song „Unholy“. Die Mischung ist in diesem Titel besonders gelungen. Weitere Beispiele für eine gelungene Mischung sind auch „Coming Home“ und „Heart of a Champion“. Letzterer war allerdings auch schon auf „New Empire, Vol. 1“ zu hören. Auf dem neuen Album handelt es sich um einen Neuauflage mit Papa Roach und Ice Nine Kills. Mit ihnen waren sie Anfang des Jahres auf Tour.

Generell liefern Hollywood Undead mit „New Empire, Vol. 2“ ein gutes Album ab, das meiner Meinung nach nicht ganz so überzeugen kann wie „New Empire, Vol. 1“. Beim ersten Volume habe ich Hollywood Undead noch dafür gelobt, wie sie die einzelnen Stilrichtungen gekonnt zu ihrem eigenen Sound kombinieren. Nun fallen sie aber wieder auf dieselbe Methode zurück, die sie auch bei ihrem 2017er Album „Five“ angewendet haben, indem sie die einzelnen Musikrichtungen zum größten Teil in jedem Song wechseln. Dadurch wirkt das Album bloß wie eine Aneinanderreihung verschiedener Songs und nicht wie eine Platte mit einem durchdachten Konzept.

Dennoch gibt es einige musikalische Highlights, wie „Coming Home“, „Unholy“, Worth it oder „Heart of a Champion“. Bei ihnen ist es gelungen den Bandsound zu kreieren oder weiterzuführen, der schon auf „New Empire, Vol. 1“ vorhanden war.


Stephan Meßmann
(7 / 10 Pkt.)

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Hollywood Undead - New Empire, Vol. 1 (2020)
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