Gehört und Gesehen - Right To Wonder

30.09.2020John Winston Berta

John Winston Berta

Right To Wonder

Waldinsel Records (2020, CD )

John Winston Berta ist erst Anfang 20. Das ist jung, aber für sein junges Alter darf der Multiinstrumentalist und Sänger bereits zu den erfahrenen und durchaus profilierten Künstlern zählen. Zumindest in und um Hannover ist das so, wo man John Winston Berta seit einigen Jahren bei unterschiedlichen Gelegenheiten musizieren hört und sieht. Er ist Teil der Band Hagelslag und gleichzeitig auch als Solo-Künstler unterwegs. Als solcher hat er nun sein erstes Album vorgelegt.

Dort wo andere junge Künstler und Musiker zunächst einzelne Songs und Video herausbringen und ihre erste Veröffentlichungsstrategie mit dem Fokus auf Playlisten bedeutender Streaming-Portale ausrichten, geht John Winston Berta den klassischen Weg: Ein Album. Mit feinem Artwork, kleinem Booklet und Songtexten. Im Fall des hannoverschen Musikers eigentlich ein konsequenter Schritt, hat er sich doch als fleißiger Live-Musiker in den letzten Jahren einen Namen machen können.

„Right To Wonder“ ist der Titel seines ersten Longplayer für dessen Realisierung John Unterstützung vom Liedfett-Produzenten Jurik Maretzki erhielt. Eine gute Konstellation, die man den zehn Songs anhört. Das Album präsentiert die Songs im Band-Arrangement, handgemacht mit Herz und Seele. Hörbar sind feine Einflüsse aus klassischem Rock und Soul der 70er Jahre und Singer-/Songwriter-Pop. Daraus kreiert John Winston Berta seinen eigenen Stil in dem er das Ganze modern auffrischt und im Hier und Jetzt aufbereitet.

Es ginge in den Songs darum seinen inneren Frieden zu finden und seinen Kopf von möglichen Sorgen um die Zukunft freizubekommen, schreibt der Musiker im Booklet. Die meisten Songs habe er bereits vor geraumer Zeit geschrieben, sie seien mit ihm gewachsen und er selbst mit den Songs, führt John Winston Berta fort.

Erstaunlich, wie ausgreift und auch erwachsen das Songwriting, die Arrangements und die Produktion wirken. Gleichzeitig zeitgemäß, andererseits auch zeitlos. John Winston Berta weiß nach einigen EPs in den vergangenen Jahren, mit seinem Album-Debüt zu überzeugen, dürfte seine bisherigen Fans begeistern und neue hinzugewinnen und das vielleicht auch Generationen übergreifend. Dass er ein glaubwürdiger, leidenschaftlicher Musiker ist, der nicht nur viel kann, sondern auch was auf der Seele hat, hört und spürt man in jedem Song.

Ein sehr feines und gutes Album.


Andreas Haug
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.johnwinstonberta.com
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