Gehört und Gesehen - The Busters

16.12.2019The Busters

The Busters

The Busters

Ska Revolution Records (2019, CD, LP)

The Buster gehören zu den bekanntesten Ska-Bands Deutschlands und auch international konnte die Formation aus Wiesloch in Baden-Württemberg Erfolge feiern. Während ihrer langen Musikkarriere, die 1987 gestartet ist, kam es immer wieder zu Wechseln in der Besetzung. So hat 2017 einer ihrer Sänger Ron Marsman die Band nach 12 Jahren verlassen. Ersetzt wurde er von Joe Ibrahim, der gleichzeitig Sänger & Gitarrist der Heidelberger Punk-Rockband Megaton ist. Ihr aktuelles Album „The Busters“ ist bei ihrem eigenen Label Ska Revolution Records erschienen.

Der erste Song des Albums heißt „Melodies“. Die fröhliche Ska-Nummer kommt, wie der Titel verspricht, mit einer eingängigen Melodie daher und wurde sich auch perfekt als nächster Radio-Hit eignet. Der nächste Song „World Gone Mad“ stimmt da schon eher politische Töne an. Er richtet sich klar gegen religiöse Fanatiker und stellt die Frage, die wir uns in der letzten Zeit wohl auch öfter gestellt haben. Das besondere am Titel ist, neben dem Text vor allem die Ragga Einlage von Richie Alexander alias Dr. Ring-Ding. Zusammen mit den Ska-Elementen und dem Gesang von Joe Ibrahim gibt er ein rundes Bild ab.

Musikalisch in eine etwas andere Richtung geht der Song „More Love“. Insbesondere zu Beginn spielt er mit den Elementen des Rock. Gepaart werden diese aber wieder mit Ska Einflüssen und den typischen Bläsersätzen. Textlich ruft er zu mehr Vielfalt, mehr Spaß und mehr Liebe auf und stellt sie klar gegen Hass und Populismus.

Ein weiter Titel, der sich musikalisch von den anderen Songs abhebt ist „Fall“. Durch die Melodie, den gewissen Einsatz von Streichern und auch das Solo des Saxophons klingt er wie ein Mischung aus Reggae und einem Popsong aus den 70ern. Generell wirkt er ein bisschen melancholisch.

Dasselbe gilt auch für „Green Eyes“. Der letzte Song der Platte ist viel langsamer als alle anderen Titel und kommt zu Anfang nur mit Gitarre und Gesang aus. Langsam bauen sich die Instrumente aber nach und nach auf, so dass am Ende wieder die volle Besetzung inklusive Bläser am Start ist.

Insgesamt ist „The Busters“ eine Mischung aus Party-Songs, politischen Themen und ein ganz wenig Melancholie. Musikalisch werden viele Bereiche wie Reggae, Rock, Punk und Dancehall angeschnitten, der Kern der Song stammt aber weiterhin aus dem Ska. Entstanden ist so eine gute Laune Platte mit klarer politischer Haltung.


Stephan Meßmann
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.thebusters.com
www.facebook.com/TheBusters
© Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum
Zur Übersicht Zur Startseite