Gehört und Gesehen - Phoenix

15.01.2016Odeville

Odeville

Phoenix

Motor (2015)

Wie der Phoenix aus der Asche, vielleicht nicht als komplette Auferstehung, aber zumindest ebenso schön und prachtvoll: Die Hamburger Odeville präsentieren mit „Phoenix“ ihr neues Album. Bereits im Vorfeld wurde angekündigt, dass dies ihr poppigstes Album sein wird und was angekündigt ist, wird auch gehalten.

Eigentlich ist die Metapher des Phoenix nicht nur wegen des Albumtitels gar nicht weit hergeholt: Zu Bandbeginn starteten Odeville mit einer Mischung aus Emo und Rock, was in der offiziellen Pressemitteilung wenig charmant mit „Strophe – Gesang - Refrain – Gegrunze“ beschrieben wird, was dem Genre sicherlich nicht gerecht wird.

Sei es drum, eins ist definitiv klar: Sänger Hauke Horeis stehen deutsche Texte deutlich besser. Und auch wenn Odeville nun unverkennbar zum Mainstream Pop Rock abgedriftet sind, überzeugen die Songs mit kleinen Highlights, sind es nun die einprägsamen, emotionalen Melodien oder die kreativen Texte.

Sich einer Gänsehaut zu entziehen ist schwer bis unmöglich, denn was sich hier musikalisch und gesanglich auf den Höhepunkten der Songs entlädt, kann nicht unbemerkt bleiben. Klar, der Stilwechsel ist natürlich extrem, was aber natürlich nicht heißt, dass es automatisch schlecht ist.

Eigentlich ganz im Gegenteil, dennoch besteht die Gefahr, in diesem Genre in der Fülle der großen, erfolgreichen Band leicht unterzugehen. Das wäre schade drum, denn Odeville präsentieren hier ein wirklich starkes Album.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.odeville.de

Weitere oder ähnliche CD/DVD-Besprechungen:
Odeville - i am tourist (2009)
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