Gehört und Gesehen - A Day In Nashville

31.01.2014Robben Ford

Robben Ford

A Day In Nashville

Provogue Rec./Mascot Label Group/Rough Trade (2014, CD)

Robben Ford ist seit Jahrzehnten ein klangvoller Name in der Riege der weltweit renommierten Jazz/Blues/Fusion-Gitarristen, Songschreiber und Sänger. Ford spielte mit Größen wie Miles Davis, Joni Mitchell, B.B.King oder Chick Corea, veröffentlicht aber vor allem Solo-Alben unter seinem Namen. Sei 1972 sind zahlreiche Werke entstanden, mit denen der Gitarrist auch häufig tourte.

Sein neuestes Album „A Day In Nashville“ ist in Zusammenarbeit mit fünf weiteren hochkarätigen Musikern an nur einem Tag im Soul-Kitchen-Studio in Nashville aufgenommen worden.

Robben Ford und seine Mannen präsentieren sich auf den insgesamt neun Songs der Platte kreativ, spielfreudig und abwechslungsreich. Hört man auf anderen Alben arrivierter Künstler aus Genres wie Blues oder Fusion oft Altbewährtes und mitunter auch Überhörtes, hauchen Ford & Co. diesen traditionellen Stilrichtungen frisches Leben ein.

In für amerikanische Musiker und Bands so typischer, abgehangener, laid-back und easy-going-Manier bietet Robert Ford geschmackvollen Singer-/Songwriter-Blues mit Akustik-und Jazz-Anklängen, dezenten R´n´B-Einschlägen und Fusionsounds. Erwartungsgemäß gibt es auch Gitarrensoli, die aber immer songorientiert, mal unaufdringlich, mal präsent, dynamisch und dramaturgisch geschickt gesetzt erklingen.

„A Day In Nashville“ ist keine Platte von der Stange, ein Album voller Reife und Leichtigkeit, wahrscheinlich von lange bleibendem Weg, von herausragenden Musikern eingespielt. Wer Blues/Jazz/Fusion länger abgeschworen hatte, weil er meinte, eh schon alles gehört zu haben, dürfte hier unter Umständen die ein oder andere positive Überraschung erleben. Macht Spaß, zu hören.


Andreas Haug
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.robbenford.com
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