Gehört und Gesehen - Words

28.11.2013Stereo Output

Stereo Output

Words

Eigenvertrieb (2013, CD)

Bereits im Sommer 2013 erschienen, bei uns im Büro auf mysteriöse Weise über Wochen verstapelt und nun wieder aufgetaucht ist das Album „Words“ der jungen Oldenburger Band Stereo Output.

Glücklicherweise ist es nicht verloren gegangen, stellt man beim Hören fest, denn was die Alternative Prog Band hier mit ihren zwölf Songs präsentiert ist schlichtweg eine einzige positive Überraschung. Nicht ganz so häufig sind Newcomerbands aus Niedersachsen so abwechslungsreich und kreativ bei der Sache wie Stereo Output auf „Words“.

Die Band vermischt Elemente aus Rock, Pop, Progressive, Folk und auch mal Funk zu sehr individueller und frischer Musik. In puncto Songwriting und Arrangement sind Stereo Output um die stimmlich hervorragend, gefühlvoll und intensiv agierende Sängerin Emma Weber, die Gitarristen Jan Beyer und Max Meyer, Bassist Fabian Schmidt und Schlagzeuger Arvid Denker fast schon ungewöhnlich inspiriert unterwegs.

Dass sich die Band bei so viel Ideenreichtum nicht verzettelt, sondern dennoch schlüssige und über weite Strecken nie ermüdende denn eher erquickende Songs abliefert, ist schon bemerkenswert. Auf „Words“ sind sie, die bei anderen Alben nicht selten eingeforderten Ecken und Kanten, die eine Band und ihre Musik besonders und spannend machen, Stereo Output beweisen Mut zur Kunst, schwimmen nicht mit, sondern eher gegen den Strom der vielen massentauglich orientierten Newcomer- Pop-und Rockbands und das macht beim Hören Spaß. Mut zu kleinen Experimenten und unkonventionellem Songwriting und gute Hörbarkeit schließen sich bei den Oldenburgern nicht aus, wie der verhältnismäßig geradlinige Pop-Rocker „Dance With You All Night“ oder das funky-soulige „Beautiful Soul“ unterstreichen.

Stereo Output trauen sich auch, mal leicht jazzige Farbtupfer zu setzen oder beim folkigen „So High, So Deep“ Instrumente wie Banjo oder Akkordeon einzusetzen. Insgesamt klingt die Band nach Indie-und Alternative, aber eben auch eckig-progressiv. Das ist spannend und auch schön wie im großartigen „How Time Flies“. Eine Band mit künstlerisch enormen Potenzial und einem mehr als gelungenen Album.


Andreas Haug
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.stereooutput.de
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