Gehört und Gesehen - Days Of Grace

18.10.2012Three Chord Society

Three Chord Society

Days Of Grace

141records (2012, CD)

Dunkler soll es über Norddeutschland geworden sein. Three Chords Society sind weniger verständnisvoll, nachdenklicher und erwachsen geworden – so wird der Sound der neuen Platte „days of grace“ jedenfalls angepriesen. Erstmal ja nichts Verwunderliches. Man wird ja auch nicht jünger.

Gegründet hat sich die Band 2003 in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein, ihr Debütalbum „Sanguinity“ erschien allerdings erst 2011 auf dem Hamburger Label 141records. Untätigkeit ist der Band natürlich trotzdem ein Fremdwort: EPs und Alben in Eigenverantwortung wurden aufgenommen, Videoclips gedreht und über 100 Konzerte mit Bands wie Alkaline Trio, den Donots oder ZSK gespielt.

Einen ersten Vorgeschmack auf das Album konnte man sich bereits dank Single-Auskoppelung „Into The Wild“ holen. Und auch wenn der Einstieg tatsächlich recht düster ist, geht es kurz darauf in ordentlicher Pop-Punk-Manier weiter. Mit der hellen und cleanen Stimme von Sänger Ben Braun, eingängigen Melodien und Hooklines die ins Ohr gehen erinnern die fünf Jungs an Pop-Punk-Größen wie Sum 41 oder Blink 182.

Wirklich dunkel ist es nicht geworden in Norddeutschland. Aber musikalisch kann man mit Pop-Punk auch nicht wirklich düster unterwegs sein. Three Chord Society haben mit ihrem zweiten Label-Album auf jeden Fall gute Arbeit geleistet. „Die Musikpolizei sagt: Niemals zweimal dieselbe Platte aufnehmen!“ heißt es in der Albumbeschreibung. Man darf also schon auf den dritten Streich gespannt sein.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.threechordsociety.de

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