Bild

Deutsch-französischer HipHop/Soul/Jazz Rock aus Hannover: Wo Passepartout auftreten, herrscht oft Partyatmosphäre.

Gute Laune und Liebe zur Musik

Ein Interview mit der Band Passepartout

10.01.2018, Von: Andreas Haug, Foto(s): Promo/Passepartout

Die deutsch-französische HipHop-/Soul-/Jazz-/Rock-Band Passepartout hat in den vergangenen zwei Jahren in Hannover und der Region nicht nur mit ihren Shows beim Rock-am-Deister-Festival und dem Fährmannsfest für Furore gesorgt, unter dem Motto „Kiosque Tour“ unternahm man eine Konzertreise kreuz und quer durch Deutschland. Mit ihrer Musik will die Band gute Laune verbreiten, aber auch zum Nachdenken anregen. In der Szene sorgte jüngst das Musik-Video zum Song „Identité“ für viel Aufmerksamkeit. Kurz vor ihrer Hannover-Heimspiel-Show im Doppel mit Emerson Prime am 11.Januar 2018 im LUX, erwischten wir fünf der sechs Passepartout-Musiker für ein Interview

Rockszene.de: Hallo Passepartout, schön, dass es so kurzfristig mit einem Interview klappt. Wann und wie habt ihr euch gefunden und wie kommt man als Band aus Hannover dazu, in deutscher und französischer Sprache zu rappen? Hat jemand von euch einen französischen Background?

Matyes: Das Ganze hat sich im Enteffekt aus dem Rapprojekt der beiden Rapper unserer Gruppe, Jarys & Matyes entwickelt. Damit haben wir schon 2013 ein deutsch-französisches Album namens "Stéréo" gemacht und damit Konzerte gespielt. 2015 wollten wir dann wieder etwas Neues machen und kamen zusammen mit unserem Schlagzeuger Julian auf die Idee, eine Band zu gründen. Das Französische bringe ich als Halbfranzose sozusagen von Haus aus mit.

Ihr wirkt auf der Bühne wie Vollblutmusiker, die jede freie Minute an Instrumenten und Mikrofonen zu verbringen scheinen und jammen, was das Zeug hält. Stimmt das? Wie entstehen eure Songs, wer und was inspirieren euch?

Ruben: Wir verbringen tatsächlich sehr viel Zeit an unseren Instrumenten, was aber auch daran liegt, dass wir fast alle Musik studieren und auch neben Passepartout in anderen Projekten spielen. Die Songs entstehen auf unterschiedliche Art und Weise. Manchmal wird eine Idee von Zuhause mitgebracht, und machmal jammen wir einfach drauf los und finden währendessen Grundsteine für neue Songs. Durch die vielen Bandmitglieder und die Menge der gehörten Musikstile entstehen sehr viele Inspirationsquellen.

Was liegt euch besonders am Herzen, was wollt ihr mit eurer Musik, mit euren Texten den Hörern, dem Publikum bei Konzerten vermitteln?

Jonas: Wir wollen in erster Linie gute Laune verbreiten und gleichzeitig auch zum Nachdenken anregen. Uns ist es wichtig, musikalisch neue Wege zu gehen und das Publikum mit unserer Liebe zur Musik abzuholen.

2016/2017 habt ihr auf eurer „Kiosque“-Tour zahlreiche Shows in ganz Deutschland gespielt. Von solchen Touren träumen viele engagierte Newcomer-Bands. Wie habt ihr es geschafft, euch so viele Shows zu buchen? Wie bekommt man das organisiert und wie waren die Resonanzen und die Besucherzahlen?

Matyes: Auf der ersten Tour war noch viel Straßenmusik dabei, was aber viel Spaß gemacht hat und was wir gerne auch weiterhin machen wollen. Darüber haben wir auch erste Kontakte zu Veranstaltern geknüpft, mit denen wir dann Clubkonzerte organisieren konnten. Vieles lief auch übers Internet und wir haben in den letzten zwei Jahren sehr viele Mails geschrieben. Mittlerweile haben wir einige Kontakte in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Die Besucherzahlen waren bis auf wenige Ausnahmen überraschend gut, weil wir ja eigentlich kaum jemanden außerhalb von Hannover kannten. Ich denke, über Hörensagen und vergangene Shows hat sich das rumgesprochen. Es ist aber auch viel Fahrerei dabei. 2017 sind wir mit unserem Bandmobil mehr als 28000 Kilometer gefahren. Das macht auch gerade für die Fahrer nicht immer Spaß. Ich habe zum Glück keinen Führerschein und konnte immer schön schlafen.

Hattet ihr Städte und Locations mit besonders magischen Momenten und gab es auch Rückschläge und Reinfälle? Erzählt doch mal…gibt es Anekdoten?

Jonas: Ja, es gab schon sehr viele magische Momente. Als wir zum Beispiel in Darmstadt gespielt haben und Sorge hatten, dass niemand kommt, weil eigentlich Karfreitag und Tanzverbot war. Tatsächlich war es komplett voll und die Leute haben angefangen, auf den Tischen zu tanzen weil kein Platz mehr auf dem Boden war.

Ihr spielt am 11.Januar eine gemeinsame Show mit Emerson Prime im LUX. Gibt es da eine besondere Verbindung beider Bands, habt ihr Spezielles vor und warum sollte man als Besucher gerade dieses Konzert nicht verpassen?

Julian: Wir sind in erster Linie über Erika verbunden, die hauptsächlich Sängerin bei Emerson Prime ist, aber auch bei uns mitmacht, wenn es zeitlich passt. Aber wir kennen uns eigentlich alle und verstehen uns gut. Wir haben lange nicht mehr in Hannover gespielt und freuen uns daher sehr auf das Konzert. Interessierte sollten kommen, weil wir erstmal keine weiteren Konzerte in Hannover geplant haben, es also bis zum nächsten Mal ein bisschen dauern kann.

Was liegt in den nächsten Wochen und Monaten bei Passepartout an? Könnt ihr schon was über Pläne und Projekte für 2018 berichten?

Dominik: Wir wollen weiterhin Konzerte spielen und arbeiten gerade fleißig an neuen Songs. Wir hoffen auf einen fetten Festivalsommer und im Herbst geht es dann wieder auf Tour.

INFO-BOX

Links
externer Link www.passepartoutcrew.de
externer Link www.facebook.com/passepartoutcrew

Tools
Drucken Artikel drucken (PDF) Versenden Artikel versenden An Redaktion E-Mail an Redaktion


Ähnliche Artikel

, Foto(s): Sabrina Kleinertz„Egal, ob vor 5000 oder 50 Zuschauern“
Wir trafen Ecki Stieg zum Interview

20.01.2018, Von: Redaktion, Foto(s): Sabrina Kleinertz

 


, Foto(s): Torsten GadegastGlücklich!
Emerson Prime und Passepartout im ausverkauften LUX

12.01.2018, Von: Andreas Haug, Foto(s): Torsten Gadegast

 


, Foto(s): Promo/PassepartoutNachdenken und feiern
Ein Interview mit der hannoverschen Band Passepartout

10.01.2018, Von: Redaktion, Foto(s): Promo/Passepartout

 


, Foto(s): Jesse WiebeAuf die Gästeliste am Donnerstag im LUX?
Wir verlosen Tickets für Emerson Prime & Passepartout

09.01.2018, Von: Redaktion, Foto(s): Jesse Wiebe

 


, Foto(s): Jesse Wiebe„2016“
Emerson-Prime-Video ist da – Show am 11.Januar im LUX

02.01.2018, Von: Redaktion, Foto(s): Jesse Wiebe

 




Zur Übersicht Zur Startseite