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Langjährig und nachhaltig aktiv: Die Hamelner Groove-Rock-Band Kamasutra Sixtynine, die einst als Blue Noise gestartet war.

„Eine Band ist wie eine Beziehung“

Hamelner Band Kamasutra Sixtynine im Interview

23.05.2016, Von: Sabrina Kleinertz, Foto: Sabrina Kleinertz

Seit mehr als 15 Jahren spielen die vier Musiker Alexander Lühr (Gesang), Oliver Richter (Gitarre), Philipp Kowalczyk (Bass) und Marius Paulousek (Schlagzeug/ Gesang) aus Hameln zusammen als Band. Anfangs noch als Blue Noise unterwegs, fanden sie schnell ihren heutigen Bandnamen Kamasutra Sixtynine. Anfang der 2000er-Jahre war die Groove-Rock-Band auch des Öfteren live in Hannover zu Gast, pflegte hier einige Businesskontakte und gehörte so gut wie zum erweiterten Kreis der hiesigen Szene Wir trafen die Vier zum Interview und sprachen über gestern, heute und morgen.

Rockszene.de: Wie habt ihr euch als Band gefunden?

Oliver: Marius und ich haben in einer anderen Besetzung im Dezember 1997 am John Lennon-Talentwettbewerb teilgenommen; Alex trat mit seiner damaligen Band an. Etwas später haben wir nach neuen Bandmitgliedern gesucht und gecastet. Dadurch kam Alex in die Band; Philipp ist um die Jahrtausendwende dazu gekommen.

Alexander: Wenn ein Mensch motiviert war, in diese Band zu kommen, dann war ich das. (lacht)

Wie wurde aus Blue Noise dann Kamasutra Sixtynine und warum der Namenswechsel?

Oliver: Wir sind darauf aufmerksam geworden, dass es in Hamburg ein Blue Noise Tonstudio gibt.

Alexander: Darauf hin haben wir uns zusammen gesetzt und nach einem Namen gesucht, den sich jeder merken kann und der auffällt.

Ihr seid als Band jetzt schon mehr als 15 Jahre unterwegs – ist das beängstigend oder erfreulich?

Oliver: Ich will mit den dreien auch noch im Rentenalter Musik machen. Bis über einem von uns der Deckel zuklappt und Erde drauf kommt. Aber danach wäre für mich mit der Band auch Schluss.

Was für Tipps könnt ihr jungen Bands geben?

Oliver: Machen!

Alexander: Ich denke, man sollte keine Angst haben und ehrlich mit sich selbst sein.

Marius: Der Spaß ist wichtig und man sollte sich nicht in eine Ecke drängen lassen.

Philipp: Zudem sollte man sich die richtigen Leute suchen, die mit denen man das gleiche Ziel verfolgen kann.

Was für Wünsche habt ihr euch als Band bereits erfüllt und was steht noch auf eurer To do-Liste?

Oliver: Unsere letzten Aufnahmen liegen schon ein paar Jahre zurück. Deshalb wäre es toll, eine neue Platte zu machen und eine kleine Tour mit fünf, sechs oder sieben Gigs zu spielen.

Marius: Wir mögen es sehr, live zu spielen. Da können wir uns am besten zeigen und etwas transportieren.

Alexander: Es gibt genug Wünsche, die wir uns noch nicht erfüllt haben.Ich würde zum Beispielt gerne mal auf der Hauptbühne bei Rock am Ring spielen.

In eurer Heimatstadt Hameln tretet ihr Ende Mai beim Open Air „Die Hafenspitze rockt!“ auf – Wie wichtig und wie gefragt sind solche Konzerte mit Bands aus der Region eurer Meinung nach?

Oliver: Die Rahmenbedingungen sind okay. Hier gibt es unter anderem das Pflasterfest, das prozentual gesehen viel Spielzeit auf den Bühnen für lokale Bands und Künstler bereithält. Die Hamelner Szene selbst ist sehr bunt und belebt.

Alexander: Schade ist nur, dass einige Veranstaltungen wie „Hameln rockt“ oder „Local stage“ nicht mehr existieren und sich ein paar Institutionen aus der Sache zurückziehen.

Ihr habt um die Jahrtausendwende herum auch häufig in Hannover gespielt und euch nicht zuletzt über den Emerganza-Newcomercontest einen Namen gemacht. Das sah für viele nach Profi-Ambitionen aus...

Alexander: Dass wir jetzt keine Profi-Karriere mehr machen werden, damit haben wir uns arrangiert. (lacht) Anders ist es ja zum Beispiel bei Unzucht, die sich entschieden haben, alles auf eine Karte zu setzten.

Oliver: Wir sind aber auf jeden Fall wie eine Familie. Eine Band ist wie eine Beziehung.

Alexander: Man muss sich akzeptieren und respektieren. Und wenn es mal Streit gibt: Wir sind Männer, wir nehmen uns nichts lang übel.

Marius: Man könnte es mit den vier Musketieren vergleichen. (lacht)

Was habt ihr in näherer Zukunft mit Kamasutra Sixtynine vor? Ihr spielt ja um Beispiel am 27. Mai beim Open Air „Die Hafenspitze rockt!“

Alexander: Das Konzert findet in einer wirklich guten Location statt und vorab wurde dafür viel Promotion gemacht. Da wäre es wirklich schade, wenn die Hamelner nicht kommen würden.

Marius: Eine Tour zu spielen, von der man noch lange danach zehren kann und mit dem Publikum zusammen feiert, bis der Schweiß von der Decke tropft – das wäre toll.

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externer Link www.kamasutra69.de

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