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Neuer, hintergründer Indie-Post-Punk-NDW kommt von Illegale Farben aus Köln

Subkultureller Glanz

Die Band Illegale Farben stellt „Frankie“ vor

23. März 2020, Von: Redaktion, Foto(s): Alessandro De Matteis

Die Band Illegale Farben stammt aus Köln und wirft den mit der Band noch ganz unvertrauten Hörer unweigerlich in eine Zeit um 1980 zurück, als teils sperriger, geistreicher deutschsprachiger New Wave oder Post-Punk immer en vogue war, noch bevor sich viele Bands gründeten und meist spaßig-gemeinten NDW-Pop spielten. Nachdem Illegale Farben in diesem Jahr bereits Videos zu ihren neuen Songs „Luft nach unten“ und „Unter deiner Haut“ mit einer Rabenmasken-Figur als Hauptdarsteller veröffentlicht hatten, stellt man nun „Frankie“ vor, ein Lied in dessen Mittelpunkt eine Art tragischer Alltagsmensch steht.

Seit 2014 spielen Illegale Farben eine facettenreiche Musikmischung aus Indie-Rock, Pop und Post-Punk. 2016 kam das selbstbetitelte Debütalbum, gleich 2017 das zweite Album „Grau“, 2019 schließlich eine Split EP mit der Band Angelika Express, die in limitierter Auflage bei vier gemeinsamen Shows verkauft wurde.

Im gleichen Jahr begannen Illegale Farben mit den Aufnahmen neuer Songs, die seit Januar im monatlichen Turnus als Video-Singles veröffentlicht werden. Im Januar war das „Luft nach unten“, im Februar „Unter deiner Haut“ und am 19. März „Frankie“.

Das Video zu „Frankie“ basiert auf einem 20-minütigen Film, der im Jahr 2009 mit dem Titel „Leerfahrt“ erschien. Realisiert von Matis Burkhardt und Dominik Bohn. Dort lebt ein von Thomas Hintze gespielter arbeitsloser Schauspieler seinen Drang zu spielen als Kontrolleur in einer U-Bahn aus. Eine tragisch-komische Geschichte über die Suche nach einem Platz in der Gesellschaft. Den kompletten Film erreicht man auf der Plattform vimeo über diesen Link

Das „Frankie“ – Video kann dabei als eine Art visueller Remix verstanden werden; einzelne Szenen aus dem in Farbe veröffentlichtem „Leerfahrt“-Film sind hier in schwarzweiß editiert. Ein subkulturell sicherlich als glanzvoll einzustufendes, hintergründiges Werk mit – in diesem Fall- kontrastierend eher leicht zugänglicher Indie-Musik.

Wann und wo man Illegale Farben mal wieder live sehen und hören kann, ist derzeit nicht bekannt.


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