Bildrechte: Graham Tolbert; Crystal Quinn

Bon Iver veröffentlichen mit „i,i“ ihr viertes Studioalbum.

Das Ende eines Jahreszeitenzyklus

Bon Iver mit viertem Album „i,i“ in den Startlöchern

20. Juli 2019, Von: Redaktion, Foto(s): Graham Tolbert; Crystal Quinn

Das US-amerikanische Folk-Projekt Bon Iver, rund um den Sänger, Gitarristen und Organisten Justin Vernon, veröffentliche 2007 sein Debütalbum „For Emma, Forever Ago“. Dieses war auch gleichzeitig der Start ihres Jahreszeitenzyklus. Jedes ihrer bisherigen Alben war einer Jahreszeit zugeordnet. Den Anfang machte der Winter, auf den mit ihrem zweiten Album „Bon Iver“ der Frühling folgte. Den Sommer repräsentierte ihre dritte Platte „22, A Million". Nun steht das vierte und letzte Album dieser Reihe in den Startlöchern. „i,i“, so der Titel, soll am 30. August auf den Markt kommen und mit dem Herbst den Zyklus beenden.

Nach dem Start der Karriere im Jahr 2007 ging die Erfolgskurve von Bon Iver in Deutschland mit jedem Album nach oben. Konnte sich ihr Debütalbum „For Emma, Forever Ago“ noch nicht in den Charts platzieren, schaffte es die zweite Veröffentlichung „Bon Iver“ auf Platz 28. Diesen konnten sie mit „22, A Million“ noch einmal toppen. Die Veröffentlichung, die den Sommer ihres Zyklus repräsentieren soll, sprang bis auf Rang 7 und ist damit ihr bis dato erfolgreichstes Album in Deutschland.

Am 30. August folgt mit „i,i“ also nun ihr viertes Studioalbum, das sowohl an den Erfolg anknüpfen, als auch den Zyklus beschließen soll. Die insgesamt dreizehn Songs wurden in der Sonic Ranch in West Texas und im April Base Studio in Wisconsin aufgenommen. Zusammen mit einer Sessionband, bestehend aus Sean Carey, Andrew Fitzpatrick, Mike Lewis, Matt McCaughan, Rob Moose und Jenn Wasner, schrieb Justin Vernon Musik, die reifer klingen soll als zuvor, wie er verrät: „Es fühlt sich nach dem erwachsensten, dem vollständigsten Album an. Es fühlt sich so an, als ob man das ganze Leben durchlebt, wenn die Sonne untergeht und man beginnt Perspektiven zu gewinnen, Und dann kann man diese Perspektive in eine ehrlichere und großzügigere Arbeit umsetzen.“

Teil dieser Arbeit waren aber nicht nur Justin Vernon und die Sessionband. Das Album ist voll von Gastbeiträgen anderer Künstler. So wirkten unter anderem auch James Blake, Bruce Hornsby, Brad und Phil Cook, Aaron und Bryce Dessner bei den Songs mit. Der Schaffungsprozess war im Allgemeinen sehr von der Verflechtung verschiedener Künstler und Ideen bestimmt. Vor allem die Sonic Ranch brachte bei der Entwicklung von Songs und den Aufnahmen viel Freiraum mit sich.

Mit seinen fünf Aufnahmeräumen bot der Studiokomplex den Musikern die Möglichkeit sich unabhängig voneinander mit der Entwicklung der Songs zu beschäftigen, wie Vernon ausführt: „Es hat uns ermöglicht, uns sicher und wohl zu fühlen, völlig frei von Ablenkung zu sein. Und in vielerlei Hinsicht ist die Geschichte des Albums die Geschichte von diesen sechs Wochen und nicht die der fast sechs Jahren einiger Songs."

Diese Phase brachte, laut offizieller Pressemitteilung, einen „ruhigen, kreativen Zustand, den er in jeden einzelnen Song des Albums einbringen konnte.“ Frei von „Furcht und Angst“, die noch Teile der ersten Alben bestimmten, „singt er nun über die Balance zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft, zwischen Inspiration und Kreation.“

Den gesamten Eindruck dieser Arbeit kann man ab dem 30. August hören. Dann kommt nämlich des vierte Bon Iver Album „i,i,“ auf den Markt. Wer aber schon einen ersten Eindruck haben möchte, der kann in die vier bereits veröffentlichten Songs „Hey, Ma“, „U (Man Like)“, „Jelmore“ und „Faith“ reinhören.

Mehr Informationen zu Bon Iver und dem neuen Album „i,i“ gibt es über die Links in der Infobox.


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