Bildrechte: Tobias Lehmann

Bringt alljährlich am 21.Juni viele Musikbegeisterte auf Straßen und Plätze: Die Fête de la Musique in Hannover.

Erstmals Metal-Kinderschminken

Neue Partner und Akzente bei der Fête de la Musique

14. Juni 2018, Von: Redaktion, Foto(s): Tobias Lehmann

In den vergangenen Wochen konnte man hier auf Rockszene.de bereits den einen oder anderen Artikel zur diesjährigen Fête de la Musique in Hannover lesen und erfahren, was sich aktuell und neu entwickelt. Am gestrigen Mittwoch war im Rathaus die offizielle Programmpräsentation und bei diesem Medien-und Netzwerktermin gab es weitere interessante Informationen. Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es einige neue Partner und spezielle Aktionen. Ein Fokus dabei liegt auf dem Thema Metal.

Bereits zehn Jahre geht in Hannovers Innen-und Altstadt die Fête de la Musique über zahlreiche Bühnen und Spielflächen. Nach Berlin ist die hannoversche Ausgabe der Fête de la Musique die zweitgrößte in ganz Deutschland. In der niedersächsischen Landeshauptstadt wird diese vielfältige Freiluft-Musikveranstaltung zukünftig noch mehr Bedeutung haben, denn von hier aus wird ab diesem Jahr die Steuerung aller Fête-de-la-Musique-Veranstaltungen in ganz Deutschland erfolgen.

Ralf Sonnenberg, Eventmanager der Landeshauptstadt Hannover, Sabine Busmann, Projektleiterin vom MusikZentrum und Produktionsleiterin der Fête sowie Britta Görtz, in der hiesigen Szene bekannte Sängerin und Shouterin von Bands wie Cripper und Critical und außerdem im Metal-Kollektiv 30666 City Of Metal engagiert, gaben Ein-und Ausblicke hinsichtlich der diesjährigen Veranstaltung, den Anfängen und der Zukunft.

Es sei ein Glück und Privileg bereits so lange die Fête in Hannover durchführen zu können, sagt Ralf Sonnenberg und nennt beeindruckende Zahlen: Seit 2008 habe es rund 4000 Einzelkonzerte vor etwa einer Million Besucher insgesamt gegeben.

Vielfalt, Weltoffenheit, Toleranz

Bei keiner anderen Veranstaltung ist die musikalische Vielfalt so groß wie bei dem Musikfest, das alljährlich zum Sommeranfang am 21.Juni gefeiert wird. Weltoffenheit, Toleranz und der künstlerische Austausch sind wichtige Punkte. Musikschaffende sollen sich vernetzen und Bands aus dem Ausland, im Schwerpunkt aus Partnerstädten Hannovers oder anderen UNESCO-City-Of-Music-Standorten integriert werden. Somit ist die hannoversche Fête in den letzten Jahren ein Stück weit internationaler geworden.

Anlässlich des Jubiläums werde es eine 10-Jahres-Meile mit unterschiedlichen künstlerischen Aktionen geben, erklärt Sabine Busmann, außerdem seien einige neue Partner an Bord, so die Produktionsleiterin weiter. Dazu gehören unter anderem der Verband Unabhängiger Tonträger Unternehmen, das Heim W, Linden Legendz und das SNNTG-Festival. Für das Programm der Bühne an der Marktkirche kooperieren in diesem Jahr das Kulturzentrum Faust und Radio Leinehertz. Es sind wieder Mitmachaktionen vor den einzelnen Bühnen geplant und auch das traditionelle Rudelsingen um 22.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof („Der Mond ist aufgegangen“) stehen wieder auf dem Programm.

Stolz ist man auf die eigens für dieses Jahr hergestellten Fête-Umhängetaschen, die aus früheren Bühnenbannern des Open-Airs von den Hannoverschen Werkstätten als Unikate gefertigt wurden. Eine besondere und originelle Idee des Recyclings.

„30666 Metal Stage in der Georgsstraße

Wie unterem bei uns in einem anderen Artikel ausführlich zu lesen war, feiert die Metalbühne am Schillerdenkmal Premiere. Der offizielle Name: „30666 Metal Stage“. Die Schirmherrschaft hierfür hat das hiesige Metal-Kollektiv 30666 City Of Metal übernommen, dass sich für den Metal in seinen vielen Spielarten engagiert. Stellvertretend hierfür erklärt Cripper-und Critical-Mess-Sängerin Britta Görtz die Hintergründe. Dem Genre Metal und den Bands solle mehr Raum und Unterstützung in Hannover gegeben werden. Metal sei kulturell nicht geschützt, aber Teil einer gesunden Jugend-und Musikkultur, so Britta Görtz. Auf der Fête werden acht Bands spielen. Zu den sehr bekannten zählen die ortsansässigen Excrementory Grindfuckers.

Sie fände es gut, so Britta, dass die Metalbühne mitten in der City stehen würde. Das würde das Kennenlernen der Bands und deren Musik für viele, die zwischen den Bühnen umherbummeln erleichtern, vor allem bei denen, die sonst oder bislang mit der Musikrichtung nichts oder wenig zu tun hatten. Dort könne man zeigen, dass Metal und die entsprechenden Bands und Musiker gar nicht so böse sind, wie es für einige aufgrund des Outfits den Anschein haben könnte.

Eine besondere Attraktion an dieser Bühne gegenüber dem Schillerdenkmal ist das Metal-Kinderschminken. Dort wird eine Visagistin spezielle Metalmotive, wie etwa Totenköpfe und andere spaßig-düstere, im Zusammenhang mit dem Genre stehenden Motive schminken.

1200 Musiker und Musikerinnen an 40 Bühnenstandorten

In Hannover werde es zur Fête allmählich eng, was die räumlichen Möglichkeiten von Bühnen und Spielflächen angehe, aber das sei ein gutes Zeichen der großen Akzeptanz und Beliebtheit des Groß-Open-Airs, sagt Ralf Sonnenberg.

Auf die in den vergangenen Jahren schon häufiger aufgeworfene Frage, nach einer möglichen Ausweitung in bestimmte Stadtteile, antworten die Macher einhellig, dass es ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist, die Bühnen relativ eng beieinander zu behalten, so dass man alles fußläufig erreichen und so verhältnismäßig bequem die unterschiedlichste Musik hören und kennenlernen kann.

Die Konzerte der diesjährigen Fête de la Musique am 21.Juni in Hannover finden in der Zeit von 15.00 – 23.00 Uhr statt. An 40 Bühnenstandorten (Indoor-und Outdoor) werden an die 1200 Musikerinnen und Musiker aus dem lokalen, regionalen und internationalen Umfeld erwartet.

Wer wo auftreten soll, findet man unter im Rockszene.de-Terminkalender oder auf den Web-Präsenzen der Fête de la Musiqe selbst.

INFO-BOX

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