Bildrechte: Gus Black, E-Works-PIAS

EELS-Mastermind Mark Oliver Everett alias E hat mit seiner Band 15 neue Stücke produziert und besucht im Juni Deutschland.

Schönheit entdecken

EELS mit 15 neuen Stücken auf „The Deconstruction“

19. Januar 2018, Von: Redaktion, Foto(s): Gus Black, E-Works-PIAS

Kommt die Sprache auf die US-amerikanische Alternative-Band EELS um Sänger und Mastermind Mark Oliver Everett a.k.a. E, assoziieren die meisten gefühlvolle, sehr individuelle Songs, Instrumentierungen und Arrangements mit einer gewissen, mehr oder weniger stark ausgeprägten Eigenwilligkeit. Diese geht vor allem von E und seiner Künstlerpersönlichkeit aus. 15 neue Songs haben EELS für „The Deconstruction“, das erste Album seit vier Jahren, aufgenommen. Im Juni stehen einige Auftritte in Deutschland an.

EELS haben sich Mitte der 1990er Jahre gegründet. Im Mittelpunkt steht Mark Oliver Everett alias E, der alles andere als Musik von der Stange produziert. Hier geht es oft um ein Hörerlebnis im Spannungsfeld zwischen augenscheinlicher Lässig-und Leichtigkeit und tiefgründigen Inhalten. Die Instrumentierung und die Arrangements schaffen eine Atmosphäre zwischen Retro und Moderne. Ersthörer dürften EELS und ihre Kompositionen aus Ausarbeitungen spannend finden, auch wenn der Höreindruck meist eher für Entspannung sorgen dürfte.

Mastermind E schwimmt ebenfalls nicht mit der Masse und lässt zuweilen einen feinsinnig, hintergründigen Humor aufblitzen, den mal salopp als cool bezeichnen kann, sei es bei trockenen Anmoderationen der Songs auf Konzerten oder –wie aktuell- bei der Ankündigung des im April erscheinenden neuen Albums „The Deconstruction“.

Rocken oder nicht rocken

Dort wo manche Gallionsfiguren anderer Bands in anderen Genres heftig auf die Werbetrommel schlagen und mit Plattitüden vom nicht selten „besten neuen Album, mit den besten, wenigstens besonders tollen Songs, die man geschrieben hat“ langweilen, entzieht sich E einer eigenen Bewertung und hält sich neutral: „The Deconstruction“ könne einen Hörer oder eine Hörerin inspirieren oder auch nicht, das Album könne einen rocken oder einen auch nicht rocken, wird er in einer Medieninformation zitiert.

Die Welt spiele verrückt, wenn man aber genau hinsehe und danach suche, gebe es immer noch eine große Schönheit zu entdecken und manchmal müsse man nicht mal danach suchen, so E weiter. In anderen Situationen müsse man versuchen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen oder auch etwas auseinanderreißen, um etwas Schönes darin zu finden, formuliert es E ein wenig kryptisch.

Bei aller Individualität bis hin zur Eigensinnigkeit sind EELS jedoch keine Band für ein kleines Nischenpublikum. EELS können auf einen großen Fankreis bauen und touren in vielen Ländern der Erde. In Deutschland schaffte man mit dem 2014er Album „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett” einen Platz in den Top 10 der Charts. Treten E und seine im Studio wie auch bei Konzerten zuweilen wechselnden Bandmitglieder etwa in London auf, füllt man die dortige altehrwürdige Royal Albert Hall.

Im Juni Konzerte in Deutschland

Die Aufnahmen für die 15 neuen Songs fanden in zwei verschiedenen Studios in Kalifornien statt. Neben einem Orchester und einem Chor lud Mark Oliver Everett noch weitere musikalische Weggefährten, wie auch Produzent Mickey Petralia ein, der zuletzt am 1998er – Album „Elektro-Shock Blues“ beteiligt war.

Auf YouTube vermittelt ein Audio-Video vom Titeltrack einen ersten Eindruck von „The Deconstruction“.

Im Juni kommen EELS für einige Konzerte nach Deutschland. Am 17.Juni ist die Band um E beim Maifeld-Festival-Derby in Mannheim eingeladen, am 25.Juni spielen EELS in der TonHalle in München, am 28.Juni im Tempodrom in Berlin und am 29.Juni in der Großen Freiheit in Hamburg.

Weitere Infos über die Links unten in der Infobox.

INFO-BOX

Links
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