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Bildrechte: Sabrina Kleinertz

Joachim Witt bei seiner Tourauftaktshow im MusikZentrum Hannover.

„Wir tanzen uns jetzt müde“

Joachim Witt startete Tour im MusikZentrum

27. Januar 2017, Von: Sabrina Kleinertz, Foto(s): Sabrina Kleinertz

Zu Zeiten der Neuen Deutschen Welle galoppierte Joachim Witt als „Goldener Reiter“ durch die Charts. Anschließend trieb es ihn über die Jahre durch die Genrelandschaft von NDW über Rock, NDH und Gothic. Zuletzt sah man ihn dann auf Szenefestivals wie dem M´era Luna und im Feature mit Martin Engler (Mono Inc.), Chris Harms (Lord Of The Lost) und Tilo Wolff (Lacrimosa) in „Children Of The Dark“ auf der Bildoberfläche. Nun startete er am gestrigen Donnerstag seine Tour zum aktuellen Album „Thron“ und sorgte mit der Vorband Palast für einen runden Abend.

Das erste Konzert einer Tour sei immer aufregender als sonst, verrät der Musiker noch wenige Stunden vor der Show im persönlichen Gespräch mit der Autorin, man sei schließlich frisch weg von den Proben. Doch von Aufregung ist wenig zu spüren, als Joachim Witt zusammen mit seiner Band gegen 21 Uhr die Bühne betritt. Zuvor sorgte die 2015 gegründete Synthpop-Gruppe Palast für die richtige Atmosphäre im MusikZentrum.

Hin und wieder hört man die Menschen um einen herum Witts NDW-Hit „Der Goldener Reiter“ aus den 1980ern summen. Doch stilistisch lässt sich das Programm des Abends nicht auf ein Genre festlegen. Mit insgesamt knapp zwei Dutzend Songs führt Witt durch den Abend, singt dabei melancholisch und mit voller Leidenschaft von persönlichen Erlebnissen und dem Leben um ihn herum.

Anekdoten und augenzwinkernde Sticheleien

Zwischen den Liedern streut Witt, der seine Karriere im Schauspiel begann, immer wieder kleine Anekdoten und augenzwinkernde Sticheleien, um dieses erste Konzert der Tour zu einem schmackhaften Abend zu machen. So erfährt man unfreiwillig oder nicht, dass Witt nicht nur um sich herum alles neu gemacht, sonder auch eine neue Unterhose angezogen hat.

So schlängelt sich ein roter Faden durch die Lieder, die mal vom aktuellen Album und mal aus länger zurückliegenden Zeiten stammen. Neben seiner tiefen, bebenden Stimme weiß Joachim Witt auch mit Gestik und Mimik zu untermalen, was er hingebungsvoll ins Mikrofon flüstert, ruft oder schreit. Bis über die Bühnenabsperrung hinweg beugt sich der Sänger, um seinen Fans möglichst nahe zu sein. Die wiederum recken ihm die Hände entgegen, singen jede Textzeile mit oder wiegen sich im Takt der Musik. Textzeilen wie „Wir tanzen uns jetzt müde“ aus dem neuen Song „Alle nicken“ treffen absolut zu.

Am Ende dieses Abends bitten die Zuschauer gleich zwei Mal um eine Zugabe und sie werden mit einer explosiven Mischung belohnt. Zuerst bringt „Der Goldene Reiter“ Erinnerungen an die 1980er Jahre zurück, dann folgen mit Songs wie „Supergestört und Superversaut“ härtere Töne, mit denen sich Witt und seine Band dann endgültig von der Bühne des MusikZentrums verabschieden. Wer diesen Tourauftakt miterlebt hat, darf sich freuen, wer ihn verpasst hat, der sollte gegebenenfalls eines der folgenden Konzerte besuchen.

INFO-BOX

Links
externer Link www.joachimwitt.de
externer Link www.palastband.com
externer Link www.livingconcerts.de
externer Link www.musikzentrum-hannover.de

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