Bildrechte: Constantin Rimpel

Wickelte Hannover einmal mehr um den Finger: Folk Punk-Held Frank Turner.

„Jump the fuck up and down“

Frank Turner im ausverkauften Capitol

13. Januar 2016, Von: Hanna Rühaak, Foto(s): Constantin Rimpel

Zuletzt war Sänger und Songschreiber Frank Turner im September 2013 zu Gast in Hannover – vor ausverkauftem Publikum im Capitol am Schwarzen Bären. Am gestrigen Abend kehrte der sympathische Brite mit seiner Band The Sleeping Souls zurück, um sein neustes Album „Positive Songs For Negative People“ ebenfalls im erneut ausverkauften Capitol vorzustellen. Unterstützung gab es von Skinny Lister und Will Varley.

Nachdem Will Varley und Skinny Lister bis 21.30 Uhr die Bühne geebnet haben, springt pünktlich um 22.00 Uhr ein gut gelaunter, energiegeladener Frank Turner auf die Bühne des Capitol und läutet so seine heutige Show mit „The Next Storm“ vor ausverkauftem Haus ein.

Die linke und rechte Seite der Bühne zieren vier große, beleuchtete Würfel, auf denen jeweils ein Plus und ein Minus zu sehen sind – Teil des Artworks seiner neusten Platte „Positive Songs For Negative People“, die er im Rahmen dieser Tour vorstellt. Dennoch dürfen natürlich auch seine älteren Hits im Set nicht fehlen, wie etwa „The Road“, der gleich als dritter Song zum Besten gegeben wird.

„Are you having a good time so far?“

Gleich von Beginn an schafft es Turner, die Besucher in seinen Bann zu ziehen: Es wird geklatscht, gegrölt, gesungen, getanzt und sein „Are you having a good time so far?“ wirkt mit einem Blick in die Menge nahezu überflüssig – eine bessere Beschäftigung für einen Dienstagabend kann sich hier wohl kaum einer vorstellen.

Er und seine Band The Sleeping Souls sind allesamt in weiße Hemden eingekleidet, Frank Turner trägt zusätzlich eine schwarze Krawatte. Besondere Aufmerksamkeit erzielt auch sein Bassist Tarrant Anderson, der nicht nur musikalisch sondern auch optisch einiges hergibt: Mit nahezu stockenden, aber energievollen Bewegungen bearbeitet er sein Instrument und zieht dabei hoch-konzentriert die ein oder andere Schnute.

Auch einen traurigen Anlass nimmt sich Frank Turner zur Brust: Den Tod von Ikone David Bowie in dieser Woche. „Jump the fuck up and down for David Bowie“ fordert er das Capitol zum Song „Polaroid Picture“ auf und die Besucher folgen diesen Anweisungen natürlich prompt.

Von Regeln und Zielen

Während die Würfel auf der Bühne munter weiter strahlen und die Beleuchtung ein wahres Feuerwerk an Farben durch das Capitol gleiten lässt, stachelt Frank Turner seine Fans immer weiter an: „Are you ready to dance?“ Ganz klar: Ja!

Neben einigen Regeln, die es bei seiner Show gibt – wie beispielsweise den Text mitzusingen, wenn man ihn kennt – hat Frank Turner für heute Abend ein Ziel für jeden einzelnen Besucher: Einen neuen Freund für sich zu gewinnen. Denn das sei es schließlich, was im Leben zählt. Nachdem er das Publikum aufgefordert hat, sich hinzusetzen, um schließlich gemeinsam in die Höhe zu springen, möchte er, dass jeder dabei mit einer ihm nicht bekannten Person tanzt und feiert – und so am heutigen Abend einen neuen Freund kennenlernt.

Kuss und Tschüss

Rund anderthalb Stunden spielt Frank Turner, sein weißes Hemd ist bereits durchgeschwitzt. Trotzdem rufen die Fans nach mehr – mehr Musik, mehr Tanz, mehr Gesang, mehr Frank. Da lässt sich der Brite nicht lange bitten und spielt ganze weitere 20 Minuten. „Tonight I´m going to play it straight, I´m going to take my chance, I want to dance“, singt Frank Turner in seinem letzten Song des Abends „Four Simple Words“, legt dafür die Gitarre beiseite und springt unter großem Jubel in die Menge, um sich von den vielen Händen tragen zu lassen. Schließlich verabschiedet er sich mit einer Kusshand von der Bühne.

Mit seiner Ausstrahlung und natürlich auch seinen mitreißenden Songs schafft es Frank Turner erneut, das hannoversche Publikum um den Finger zu wickeln und erzeugt auch am heutigen Abend einmal mehr zahlreiche Gänsehaut-Momente.

INFO-BOX

Links
externer Link www.frank-turner.com

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