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Metal-Paket gestern im MusikZentrum: Rund 400 Besucher feierten mit Headliner Caliban.

„Unser Mosh – Euer Pit!“

Metal-Paket rund um Caliban gestern im MZ

20. Januar 2015, Von: Hanna Rühaak, Foto(s): Maria Graul

„Ghost Empire“ war gestern Abend die Devise im MusikZentrum in Hannover, denn zu Gast war die Essener Metalcoreband Caliban, die vor kurzem ihr neues, gleichnamiges Album veröffentlichte und nun mit Unterstützung von Bury Tomorrow, Dream On, Dreamer und Any Given Day zum Angriff blies.

Vier Bands sind für einen Montagabend eine ordentliche Ansage, doch schon für den Opener Any Given Day lohnt es sich, bereits um 19.00 Uhr im MusikZentrum aufzuschlagen und genau dies tun die Besucher auch zahlreich. Die Band gilt in der deutschen Metalszene als Senkrechtstarter und der Fünfer zeigt gerne live, warum: Schon zu Beginn des Abends moshen die Besucher was das Zeug hält, starten Circle Pits und zeigen sich in den vorderen Reihen textsicher. „Das ist die beste Show bisher!“, freut sich Frontmann Dennis Diehl, der sowohl die cleanen Parts übernimmt, als auch die Shouts und das mit einer Treffsicherheit, von der sich einige Bands eine große Scheibe abschneiden könnten.

Nach dem etwa 30-minütigen Set und einer kurzen Umbaupause geht es weiter mit den Australiern Dream On, Dreamer. Und auch hier bleibt das Publikum bewegungsfreudig. Doch Sänger Marcel Gadacz hat – nach eigenen Aussagen – noch etwas zu beichten: Er ist nämlich in Deutschland aufgewachsen, also kein „waschechter Australier“. Doch sein größter Traum war es immer, eine Band wie die seine zu gründen und in Deutschland zu spielen. Und dieser Traum hat sich jetzt erfüllt.

Für die Briten Bury Tomorrow füllt sich das MusikZentrum stetig weiter; die Band wurde im Vorfeld als „Special Guest“ angekündigt und schließlich offiziell als Support bestätigt. Die Band genießt einen hohen Bekanntheitsgrad im Publikum und Frontmann Daniel Winter Bates zeigt sich publikumsnah. Weiter betont er zwischen den Songs – die unter anderem vom aktuellen Album „Runes“ stammen – dass er Aktionen wie Meet & Greet-Verlosungen furchtbar findet:„Wenn jemand auf eine Show kommt und Geld dafür bezahlt, eine Band zu sehen, hat er auch das Recht, mit jedem einzelnen aus der Band reden zu können. Mich findet ihr nachher auf jeden Fall am Merchstand!“, verspricht er.

Gasmasken und Totenschädel

Während die meisten Besucher die Umbaupause dazu nutzen, sich ein weiteres Kaltgetränk an der sehr vollen Theke zu erkämpfen, wird auf der Bühne die Kulisse für den Hauptact Caliban aufgebaut: Das große Banner hängt bereits zu Beginn der Show, unter einem großen schwarzen Tuch versteckte sich während der Shows der anderen Bands das Schlagzeug. Außerdem werden jeweils links und rechts zwei Kreuze aufgestellt, an denen in weiße Tücher gehüllte Puppen gehängt werden, die Gasmasken tragen. Mauerattrappen, die mit Totenschädeln bestückt sind, runden das Thema „Ghost Empire“ ab.

Was nach einer langen Umbaupause klingt, gestaltet sich tatsächlich in etwa 30 Minuten und um kurz vor 22.00 Uhr betreten Caliban unter großem Jubel die Bühne. Alleine die Band vor dieser Kulisse strahlt pure Power aus, und dieser Eindruck wird sowohl durch den ersten Song als auch durch eine eindrucksvolle Lichtershow und Nebelfontäne verstärkt.

Die Besucher legen noch eine Schippe drauf und der Reihe nach Stagedives hin. Das nimmt Sänger Denis Schmidt zum Anlass, auf einen Rollstuhlfahrer vorne seitlich der Bühne hinzuweisen und zur Rücksicht aufzufordern. „Links ist cool, rechts müsst ihr ein bisschen aufpassen“. Nicht alle Besucher scheinen ihm zugehört zu haben, aber das Publikum rund um den Gast hat ein Auge auf die Stagediver und ist wachsam.

Nicht Rammstein, auch wenn es schön gewesen wäre

Mit „Der Nebel“ präsentieren Caliban ihren ersten deutschen Song auch live. „Das ist unser erster deutsche Song“, kündigt Frontmann Denis an. „Nein, es ist nicht „Sonne“ [von Rammstein – Anm. d. Red.], auch wenn es schön gewesen wäre!“, scherzt er. „Unser Mosh – Euer Pit!“, feuert er das Publikum weiter an und die Menge vor der Bühne verwandelt sich in einen einzigen Circle Pit.

Am gestrigen Abend wurde mit Caliban, Bury Tomorrow, Dream On, Dreamer und Any Given Day ein hochkarätiges Metal-Paket geschnürt, wie man es wohl nur selten geboten bekommt. 400 Besucher an einem Montagabend sind die Bestätigung.

INFO-BOX

Links
externer Link www.facebook.com/CalibanOfficial
externer Link www.facebook.com/BuryTomorrow
externer Link www.facebook.com/dreamondreamerband
externer Link www.facebook.com/AnyxGivenxDay
externer Link www.livingconcerts.de

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