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CD-Kritik-Detail
Black Belt-First Blood

Black Belt

First Blood

(Novoton Records / Soulfood)

Die Schweden schlagen wieder zu. Das kann ja nur Punk oder so auf alt gemachtes Zeug sein. Und es ist: Letzteres. Auf alt gemachtes Zeug. Black Belt sind zwar nur zu dritt, aber das merkt man kein Stück – sie rocken wie Sau. Bei Konzerten rückt Schlagzeuger Andreas Avelin mit an den Bühnenrand zu Gitarre und Bass. Und dann geht sie los, die Rock ’n’ Roll-Party.

Dass Johan Gustavsson im Studio hinter den Reglern saß, merkt man sofort. Der Junge hat schließlich schon die Hives aufgenommen. Und das hört man, der typisch trockene Retro-Sound zieht sich durch das ganze Album. Na gut, Black Belt klingen ein wenig mehr nach Hard Rock als die Hives, aber man wird ja wohl mal verallgemeinern dürfen. Also zurück zum Sound: Verzerrter Bass, verzerrter Gesang, verzerrte Gesang. Nur das Schlagzeug kommt ohne Distortion aus, aber das wäre vielleicht auch ein wenig zu viel des Guten.

Ansonsten rocken die Schweden sich munter durch die Songs, allerdings ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Singles „Only One“ und „Shortcut To Sensation“ fallen im Zusammenhang gar nicht weiter auf, da hätte man auch jeden anderen Song auswählen können. So richtig will der Funken nicht überspringen, vielleicht, weil die drei Schweden sich nicht aus ihrem Heimathafen raustrauen. Ein wenig mehr Risiko, mehr Abwechslung, mehr Mut hätte gut getan.

Bleibt zu erwähnen, dass „Black Belt“ live wirklich eine Wucht sein sollen. Wenn sie mal in der Stadt sind, sollte man hingehen. Live funktioniert diese Musik bestimmt besser als aus der Konserve.

www.blackbelt.se
www.novoton.se

 Paul Schüler

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