| CD-Kritik-Detail |
Ferdy Doernberg …´till I run out of road (I.L.K / Just For Kicks, ) In erster Linie kennt man Ferdy Doernberg als Keyboarder von Rough Silk, darüber hinaus ist er seit Jahren festes Bandmitglied bei Axel Rudi Pell und seit 2005 gehört er zum Line-up der Band um Gitarrenvirtuose Uli Jon Roth. Auch als Studiomusiker ist Ferdy ein gefragter Mann und wirkte auf über 100 Produktionen mit, letztlich begleitet er auch zahlreiche Acts live. Doch das alles scheint dem Mann noch lange nicht genug Musik. Seit geraumer Zeit trifft man ihn hin und wieder auch als Solo-Künstler mit Dobro, Akustik-Gitarre und Bottleneck live auf größeren und kleineren Bühnen. Vor einigen Wochen ist unter dem Titel „…´til I run out of road“ das dritte –und wie es der Infotext vermittelt- auch persönlichstes Soloalbum von Ferdy Doernberg erschienen. Ferdy hat sich ganz dem traditionellen amerikanischen Singer-/Songwriter-Style verschrieben, handgemacht versteht sich, mit einer kräftigen Prise Folk, Country und auch Rock. Die 16 Tracks (Intro eingeschlossen) verfügen über klare Strukturen, griffige Rhythmen und eingängige Melodien. Im adäquaten Umfeld live präsentiert, dürften die Songs zünden wie eine Rakete. Man stelle sich Menschen vor, die sich in den Armen liegen, Wunderkerzen schwenken, in Massen mitsingen-und/oder klatschen (größere Shows) oder man sieht vor dem geistigen Auge einen Wirt im gemütlichen Pub um die Ecke kräftig damit beschäftigt, die durstigen Mäuler in seiner überfüllten, verrauchten Bude mit Biernachschub zu versorgen. Ferdy´s Songs wirken harmonisch, vermitteln eine positive Stimmung und können exemplarisch als zeitlose und von allen jeweils aktuellen musikalischen Trends unabhängige Songschreiberkunst eingeordnet werden. Auf den Aufnahmen zu diesem Album wirken einige musikalische Gäste mit, unter anderem ist John Wesley Harding auf „Deincarnation“ als Gesangsduett-Partner von Ferdy zu hören und niemand Geringeres als Jeff Kollmann hat das Instrumental-Stück „Theme from Storyteller´s Rain“ mit seinem intensiven Gitarrenspiel veredelt. Größtenteils spielt Ferdy die verschiedensten Instrumente selbst (eine Liste, die definitiv zu lang ist, sie hier zu veröffentlichen), am Bass ist André Hort zu hören, das Schlagzeug wurde fast zu gleichen Teilen von Mike Terrana (u.a.Y.Malmsteen, Rage) und Curt Doernberg eingespielt. Ein Album was nach sehr viel Mühe, Arbeit, Schweiß aber auch Spaß klingt. Für Freunde und Anhänger Ferdy´s oder einer seiner Bands, sollte „…´til I run out of the road“ fast so etwas wie einen Pflichtkauf darstellen. Wer ungefähre oder auch nähere Vergleichsmöglichkeiten braucht: Carl Carlton & The Songdogs, John Hiatt, Tony Carey und irgendwo im Hintergrund schwebt auch immer noch ein bisschen der Boss über allem. Klassisch amerikanisch halt. www.ferdydoernberg.de Andreas Haug (08.12.2006) Weitere oder ähnliche Reviews: Ferdy Doernberg - Travelling Light (2010) Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum |
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