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CD-Kritik-Detail
Britt Peters & Lars Lehmann-Rebirth

Britt Peters & Lars Lehmann

Rebirth

(Eve´s apple, 2003)


Dass Britt Peters und Lars Lehmann alle handwerklichen Voraussetzungen erfüllen, um zweifellos gute Musik zu machen, dürfte nicht nur Kennern der hannoverschen Musikszene bekannt sein. Schließlich haben beide schon in zahlreichen Formationen ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt.

Gleichermaßen ist es kein Geheimnis, dass Können nicht zwangsläufig in Kunst ausarten muss. Besonders dann nicht, wenn man sich wie Britt und Lars auf das Covern von Pop- und Rocktiteln sowie Jazzstandards beschränkt.

Meistens wird aus solchen Vorhaben zwar solides Handwerk, allerdings keine Kunst.Meistens, aber nicht immer. Lars und Britt haben diese schwierige Barriere überwunden, denn obwohl keine Eigenkompositionen auf „Rebirth“ zu finden sind, ist ihnen dennoch ein kleines Kunstwerk gelungen.

Das liegt nicht zuletzt an der ungewöhnlichen Besetzung von Gesang und E-Bass, die, obwohl man leicht anderes vermuten könnte, die 12 Tracks von „Rebirth“ keineswegs spartanisch klingen lässt. Im Gegenteil: Die Stücke sind so sorgfältig und ideenreich arrangiert, dass einem zu keiner Zeit der Gedanke beschleichen könnte, es fehle irgend etwas.

Dazu ein gewohnt virtuoser Lars Lehmann, der eindrucksvoll demonstriert, was man mit einem E-Bass alles anstellen kann und eine Britt Peters, die nicht nur über eine tolle Stimme verfügt, sondern auch einfühlsame Interpretationen von nicht ganz unproblematischen Songs wie „Hedonism“ oder auch „Like Someone In Love“ abliefert.

Der einzige Titel, der aus dieser Reihe tanzt, ist eine Adaption von „Amazing Grace“. Die ist zwar auch seriös umgesetzt, aber zerrt doch ein wenig an dem ansonsten verwöhnten Nervenkostüm. Das Stück sollte man vielleicht doch lieber dort belassen, wo es am häufigsten gedudelt bzw. voller Inbrunst intoniert wird: nämlich in geschlossenen Gesellschaften. Aber wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die CD kann unter slapmonster@hotmail.com bestellt werden.

Peter Garvens
(08.12.2006)
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