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Rockszene.de Interviews

Im Gespräch mit Pinkostar
von Frauke Rauner

Im Gespräch mit Pinkostar-Viel getan hat sich in den vergangenen Monaten bei der Rockband Pinkostar. Im Juni 2002 hinterließen sie schon bei ihrem Auftritt im Rahmen der Fête de la Musique in der Faust 60er-Jahre-Halle in Hannover einen guten Eindruck.

Mittlerweile hat man bei F.A.M.E. Recordings einen Plattenvertrag unterschrieben, eine große Deutschland-Tournee als support für Subway to Sally hinter sich und seit dem 7. April steht das von Jörg Umbreit (Sub7even, Donots, In Extremo) produzierte Debüt-Album „The Trick Is To Keep Breathing“ in den Plattenläden.

Am 9. April machte die Subway to Sally-Tour mit Pinkostar als Support Station im Pavillon Hannover. Frauke Rauner traf Schlagzeuger Enno, Bassist Mark, Gitarrist Basti und Sänger Daniel am Nachmittag zum Interview.
Rockszene.de: Seit dem 20. März seid ihr wieder auf Tour. Freut ihr euch?

Daniel: Ja natürlich, unsere letzte Tour war ja im Dezember diese Popcrash-Tour. Danach haben wir zwei Monate kaum live gespielt. Es war also wieder an der Zeit, loszuziehen.

Mark: Es wurde auch schon ganz schön lanweilig. Wir haben zwar einige neue Songs geprobt, aber ansonsten passierte in der Zeit zwischen den beiden Touren nicht viel.

Basti: Außer des Videodrehs in Berlin zu unserer aktuellen Single „Too Many Scars“. Ansonsten habe ich mir zwischenzeitlich etwas Geld beim Jobben verdient.

Rockszene.de: Wie sieht so ein Touralltag aus?

Daniel: Bis mittags im Bus schlafen, es sei denn man hat gerade Fahrdienst. Wir wechseln uns nämlich auf dieser Tour mit dem Fahren ab. Dann essen, duschen. Wenn möglich, geht´s danach eine Stunde an die frische Luft. Dann muss der Bus auch schon ausgeladen werden. Soundcheck ist dann zwischen 17 und 18 Uhr. Nach dem Soundcheck esse ich meistens noch eine Kleinigkeit und allmählich beginne ich, mich dann warmzusingen. Und dann heißt´s auch schon raus aus den stinkigen Tagsüber-Klamotten und rein in die stinkigen Bühnen-Klamotten. Wir stellen uns kurz vor Konzertbeginn noch einmal zusammen und gegen 21 Uhr geht´s dann raus auf die Bühne.

Rockszene.de: Wie ist es, mit Subway to Sally zu touren?

Basti: Schön. Das Team von Subway ist total locker.

Daniel: Ja, Subway hat eine Crew von 18 Leuten um sich, die alle sehr professionell arbeiten und mit ihnen wie auch mit der Band kommen wir super aus.
Glücklicher- und erstaunlicherweise empfängt uns das Publikum von Subway sehr offen. Also für eine Vorband vor - ich nenn´s mal - artfremden Publikum haben wir bisher jeden Abend gute Resonanzen bekommen.

Rockszene.de: Im Vorfeld einer solchen größeren Tour gilt es doch sicher, viel zu planen und zu proben?

Basti: Eigentlich haben wir kurz vor Tourbeginn gar nicht geprobt, nur am Wochenende zuvor zwei Konzerte gespielt. Die Tage davor waren Daniel und auch ich im Urlaub.

Mark: Live-Auftritte kurz vor einer Tour sind auch viel effektiver als das reine Proben. Ansonsten galt es natürlich, viel zu regeln im Vorfeld - auch deswegen, weil wir diesmal selber mit dem Bus fahren. Der ganze Merchandising-Kram musste vorbereitet werde, T-Shirts auswählen usw.. Es war schon eine recht aufwendige Selbstorganisation.

Rockszene.de: Was macht ein gutes Konzert aus?

Daniel: Hm,... nicht zu viel und nicht zu wenig Power, auf der Bühne zu haben.
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Mark: Der berühmte Funke muss ins Publikum überspringen. Man spürt das, ob das so ist. Da ist ein Gefühl in dir, das dir sagt: „Die Show heute Abend ist gut!“.

Enno: Letztens in Rostock zum Beispiel, riss ein Typ in der ersten Reihe die Arme hoch und brüllte mir irre laut ein „Yeah“ entgegen. Solche Situationen geben Auftrieb und machen Freude.

Rockszene.de: Wie fühlt es sich an, das erste Album in den Händen zu halten?

Basti: Super. Wir sind mit den Sachen, die wir aufgenommen haben hundertprozentig zufrieden.

Daniel: Ja. Die Studioarbeit hat viel Spaß gemacht und verlief sehr entspannend.

Enno: Das Studio von Jörg und Vince befindet sich auf einem abgelegenen Bauernhof. Man konnte sich dort ganz und gar auf die Musik konzentrieren. Sie haben dort ein sehr gutes Equipment, speziell auch für die ganze Elektronik, die ich benutze.

Rockszene.de: Gab es während der Aufnahmen Druck von außen?

Daniel: Nein, denn zu diesem Zeitpunkt war unsere Debüt-EP ja auch noch nicht draußen und folglich kannte uns im größeren Rahmen auch noch keiner. Als dann während der Aufnahmesession „Solargirl“ erschien und auf so viele positive Resonanzen stieß, hat uns das erst recht für die Arbeit an der Platte ermutigt.

Rockszene.de: Im Studio oder auch jetzt auf der Tour seid ihr jeden Tag eng zusammen. Geht privat jeder seine eigenen Wege?

Basti: Wir wohnen alle sehr verstreut in Niedersachsen. Daher ist es vorprogrammiert, dass sich unsere privaten Wege, steht keine Tour an, mehr oder weniger nicht kreuzen. Das ist aber nach einer so langen Zeit, die man zusammenhängt, ganz okay.

Daniel: Ja, nach einer Tour braucht jeder vom anderen, denke ich, erst einmal mindestens eine Woche Abstand. Aber dann bin ich immer froh, die anderen wiederzusehen und mit ihnen Konzerte zu spielen.

Rockszene.de: Welche war die erste Platte, die euch umgehauen hat? Und welche CD rotiert zur Zeit im CD-Player?

Enno: Ganz ehrlich, die erste war „Da, da, da“ von Trio.

Daniel: Das war wohl tatsächlich: „Ein Bett im Kornfeld“. (grinst)

Basti: Ich höre zur Zeit die neue Scheibe von Surrogat rauf und runter. Bei der Musik kann ich abends nach dem Konzert sehr gut einschlafen.

Mark: Bei mir ist´s die neue Placebo - aber weniger zum Einschlafen. Ich glaube, wir mögen auf jeden Fall alle Queens of the Stone Age.

Rockszene.de: Was erfüllt euch mit Stolz?

Mark: Unser erstes Album.

Basti: Hm, dass wir es geschafft haben, die Platte aufzunehmen und ganz viel live spielen.

Daniel: Mich erfüllt mit Stolz, dass wir eigentlich alle den Mut besaßen, den gesicherten Beruf für die Musik, für Pinkostar an den Nagel zu hängen. Ich war Verwaltungsangestellter. Ich habe mich von diesem Sicherheitsgedanken befreit und festgestellt, dass das Leben auf diese Weise unglaublich viele Möglichkeiten bietet.

Enno: Ich war Bierbrauer und habe dann gewusst, dass ich das nicht für immer machen will. Irgendwann wurde auch der Zeitaufwand für Pinkostar immer größer und ich habe ersteres aufgegeben. Und bin über diese Entscheidung sehr zufrieden und glücklich.

Weitere Informationen unter: www.pinkostar.de
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