Gehört und Gesehen - Octane

08.12.2006Spock´s Beard

Spock´s Beard

Octane

Inside Out / SPV (2005)

Gute Melodien, vertrackte Riffs, abgefahrene Rhythmen, erstklassige Soli, bombastische Parts: Spock´s Beard sind zurück mit Album Nummer 2 nach der Neal Morse-Ära. Fans, die der Band nach dem Weggang von Mastermind Morse vor zwei Jahren ebenfalls den Rücken kehrten, die werden auch an „Octane“ wenig Freude haben, da hier schlichtweg der Spirit des ehemaligen Bandleaders fehlt.

Trotzdem ist die neue Scheibe erwartungsgemäß ein hochwertiges und abwechslungsreiches Album geworden. Die Kreativität der Jungs um Nick D´Virgilio scheint unbegrenzt, es wird unglaublich frei musiziert, es gibt wieder Songs, die in mehrere Kapitel unterteilt wurden, der Gesang transportiert die wohl gewollte Stimmung fast immer genau, insbesondere bei den stilleren Momenten der Platte.

Dass man aber beim Hörern einer Beard-Platte den Unterkiefer nicht mehr auf den Oberkiefer bekommt, die Zeiten scheinen vorbei, dafür fehlen den Stücken einfach die häufigen Sonnenaufgangsmelodien und das einen überrollende Obergefrickel.

Auch für Fans von King Crimson und alten Genesis interessant. Alte Beard-Fans werden das Teil so oder so hören, auch wenn es bestimmt nicht alle kaufen.

www.insideout.de
www.spocksbeard.com


André Bromberger
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