Gehört und Gesehen - Live At Brixton Academy

08.12.2006Motörhead

Motörhead

Live At Brixton Academy

Steamhammer/SPV (2003)

Hä? Was ? Spinnt der ? Da fragt Gitarrist Phil doch nach dem dritten Stück „Is it loud enough“...

Noch ein Livealbum von Motörhead, dieses Mal aufgenommen am 22. Oktober 2000 in London zum 25-jährigen Bandjubiläum.

Eigentlich alles wie gehabt, Klassiker wie „Bomber“, „Ace of spades“, „Overkill“, „Stay clean“, „No class“, „Orgasmatron“ oder „Iron fist“ sind genauso mit von der Partie wie neuere Nummern namens „Over your shoulder“, „Civil war“, „Sacrifice“ und „Broken“.

Insgesamt 23 Stücke auf zwei CDs im kraftvollen Motörhead-Livesound, dreckig, schnörkellos und äußerst charismatisch. Es fällt gar nicht auf, dass die Band im Verlauf ihrer Karriere auch mal mit zwei Gitarristen agierte, so fett klingen Gitarre und Bass.

Nach der ´99er „Everything louder…“-Livescheibe aufgrund der nahezu identischen Setlist nicht unbedingt ein Muss, zumal Motörhead ihre Songs ja so runterrotzen, wie sie auf ihren Alben klingen. Überraschungen gibt es auf „Live at Brixton Academy“ höchstens, wenn tot geglaubte Größen wie Brian May, Fast Eddie Clarke, Whitfield Crane oder Doro als special guest einsteigen, um auch mal mit Lemmy auf der Bühne stehen zu „dürfen.“

„Karierre macht man in Glamour-Kreisen, nicht im Rock´n Roll“, hüstelt Lemmy. Na gut, wenn er meint. Fakt ist trotzdem, dass jeder seine Band kennt, dass jeder schon mal „Ace of spades“ gecovert hat und dass Motörhead wohl niemals sterben werden. Aber wem sag ich das.

www.spv.de


André Bromberger
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