Gehört und Gesehen - Sound Orgasms Music & Arts

08.12.2006Cosmic Tribe

Cosmic Tribe

Sound Orgasms Music & Arts

CT/WES Music ()

Blubba, blubba, blubba, Krach, wumm, blubba, krach, wumm - freakiger Opener, dieses "Push". Auf Elektronisches Gewabber werden deftig kernige Gitarren und ein heavy Rhythmus gebracht. Dieser Song steht stellvertretend für das komplette Album, der Stil ist von Anfang an klar umrissen. Sicherlich sind einige Songs etwas melodiöser, andere geradliniger, andere wabbern und blubbern wieder etwas mehr. Elektro-Rock könnte ein gutes Wort zur Stilbeschreibung sein, trifft die Sache aber nicht ganz. Zu abgespaced, zu halluzinogen klingt der Sound der fleißigen Band.

Zusammengehalten und geprägt wird der Sound durch die Stimme von Sänger Oliver, die angenehm zurückhaltend den Hörer durch die Songs geleitet. Das ruhige "The Real Thing", das getragene "Perfect" und der starke "A Lovesong" sind wohl die Höhepunkte des Albums. Etwas daneben liegen sie allerdings beim Hidden-Cover von Bob Dylans "Blowing In The Wind". Nein, Bob Dylan kann nicht singen, aber eine solche Umsetzung hat er nicht verdient. Wenigstens bei Live-Auftritten dürfte das zu Massenfreude beitragen. Vielleicht fragen die Jungs mal Bob Dylan, ob er wenigstens den Refrain singen will...

Dennoch haben Cosmic Tribe ein wirklich gelungenes Album vorgelegt, das zu den besten Scheiben aus Hannover gehört - zumindest in den letzten Monaten.


Michael Weber
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