Gehört und Gesehen - No Buyers Found

19.02.2021beatbar

beatbar

No Buyers Found

Eigenvertrieb (2021, Digital + CD)

beatbar gehören zu den besonders kreativen und produktiven Bands der hannoverschen Musikszene. Nur ein Jahr nach der Veröffentlichung ihrer EP „Blue Shine“ legt die Band nun ihr neues Album „No Buyers Found“ vor, das zunächst digital verfügbar ist. Auf CD sollen die neuen Songs demnächst erscheinen. beatbar firmieren selbst unter „Uki-Pop“, denn da spielt eine Ukulele in ihrer Musik eine durchaus wichtige Rolle. Auf dem neuen, sehr abwechslungs-und spannungsreichen Album führen beatbar die Hörerinnen und Hörer in ihren künstlerisch facettenreichen Kosmos voller angenehmer Überraschungen.

Wer seit Jahrzehnten viel Musik hört, unterschiedliche Musik verschiedenster Stilrichtungen kann Gefahr laufen, irgendwann zu ermüden. Die Reize nehmen dann bei einigen spürbar ab. Songs, Musik, Einzelkünstlerinnen und Künstler sowie Bands gehen dann meist in Ordnung oder vollkommen in Ordnung, das Gefühl, dass es irgendwo nochmal so richtig prickelt, man echte Hinhörer oder Aha-Effekte hat, ist eher selten. Die Musik von beatbar auf ihrem neuen Album „No Buyers Found“ bildet da eine Ausnahme.

Im weitesteten Sinne spielt die Band exzellent komponierten wie arrangierten Pop elektronischer Prägung, zu dem man dann und wann auch gut tanzen kann, wenn man möchte. Das wäre eine dezente, fast schon untertriebene Beschreibung dessen, was Stef Awramoff, Katja Merx, Svea Herrmann und Eric Limberg mit ihren zehn neuen Songs bieten. Die Band entführt die Hörerin und den Hörer vielmehr in eine eigene musikalische Welt in der wechselnde Stimmungsbilder, Ideenreichtum und Originalität alles bedeuten.

Es gibt Chill-Out-Momente mit wechselnden Farben und Seifenblasen vor dem geistigen Auge, New-Wave-Gefühle mit dunkel-kühlem Gesang, Synthie-Sounds und groovigen Beats. Futuristische Sounds, Seventies Voice-Vocoder-Flair und plötzlich der Drang, nach draußen auf eine große Wiese zu laufen, zum fröhlichen Elektro-Party-Rave. Dann ist nicht nur tanzen, sondern auch springen angesagt. Und nicht zu vergessen ist die Ukulele, die immer mal in das feine Klangbild kommt.

Wer in Musik gern etwas entdeckt, dem kann dieses obendrein hervorragend produzierte Album sehr ans Herz gelegt werden. Musik ist Kunst und beatbar sind das ebenfalls: Experimentierfreudig, progressiv und am Ende dann immer wieder voll auf den Punkt.

Klasse, ohne Abstriche!


Andreas Haug
(9 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.beatbar-band.de
www.facebook.com/beatbarband
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