Gehört und Gesehen - Weather

13.02.2020Huey Lewis & the News

Huey Lewis & the News

Weather

BMG (2020, CD, LP, digital)

Über Huey Lewis & the News braucht man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Ende der 70er in San Francisco gegründet, erspieltem sie sich schnell Fans in ihrem Heimatland USA und konnten vor allem in den 80ern weltweite Erfolge feiern. 19 Jahre nach ihrem letzen Album mit eigenen Songs haben sie nun neues Material auf den Markt gebracht. „Weather“, so der Titel des Albums, enthält allerdings nur sieben Songs.

Das Album startet mit dem Song „While We're Young“. Er verbindet Rock mit Reggae-Elementen und klingt wie ein Song aus den 80ern. Textlich handelt er von den Chancen, die man ergreifen sollte, während man noch jung genug ist. „Her Love Is Killin' Me“ geht hingegen sowohl musikalisch, als auch textlich in eine andere Richtung. Die Lyrics verwenden die typischen Floskeln wie, „I can`t eat, I can`t sleep", die man schon in vielen anderen Songs gehört hat. Trotzdem fällt es nicht so negativ auf, da die Musik des klassischen Blues-Rock Songs die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Mit „I Am There For You“ folgt danach die einzige Ballade des Albums. Diese verbindet Rock und Soul zu einem angenehmen und warmen Sound. Highlight des Titels ist das Orgelsolo. Der nächste Titel „Hurry Back Baby“ spielt, ähnlich wie „Her Love Is Killin' Me", mit Blues und Rock, wird aber noch mit einem Schuss Soul verbunden. Die Bläser sind hierbei die dominierende Instrumentengruppe.

Bei „Remind Me Why I Love You Again“ haben sie Huey Lewis & the News einer Mischung aus Funk und Soul angenommen, die ein bisschen nach Tower of Power klingt. „Pretty Girls Everywhere“ ist durch den typischen Einsatz des Pianos und dem Backgroundgesang einem Blues beziehungsweise Rock `n` Roll Song der 50er Jahre nicht unähnlich.

Der letzte Song „One Of The Boys“ schlägt noch einmal ganz andere Töne an. Inhaltlich ist er ein Rückblick auf den Start der Karriere von Huey Lewis. Er singt von davon wie er als Kind die Bands auf der Bühne bewundert hat, wie sein Wunsch auch einmal dort zu stehen erfüllt wurde und dass er immer noch Spaß hat seine Musik dem Publikum zu präsentieren. Gleichzeitig gedenkt er auch seiner Freunde, die schon von ihm gegangen sind.

Insgesamt kann man sagen, dass Huey Lewis & the News mit „Weather“ dort anknüpfen wo sie aufgehört hatten. Das Album bietet keine Überraschungen und erfindet das Rad auch nicht neu. Dennoch ist es eine Platte, die am Sonntag, vielleicht mit einem Getränk in der Hand, entspannt weghören kann. Ein großer Wehrmutstropfen ist, meines Erachtens aber die kurze Spieldauer und der damit verbundene Preis. Auch wenn die CD nur sieben Songs enthält und nur circa 26 Minuten kurz ist, wird sie als Studioalbum angekündigt und dementsprechend aus zum Preis eines solchen verkauft.


Stephan Meßmann
(7 / 10 Pkt.)

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Huey Lewis & The News - Live At Rockpalast (2010)
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