Gehört und Gesehen - It All Comes Back To Love

14.09.2019Maxi Priest

Maxi Priest

It All Comes Back To Love

S-Curve Records/ BMG (2019, CD, Digital)

Der britische Reggae-Künstler Maxi Priest gab im Jahr 1985 mit „You’re Safe“ sein Debüt und hat seit dieser Zeit zahlreiche Alben und Songs veröffentlicht, die sich immer wieder in den weltweiten Charts platzieren konnten. Sein bisher erfolgreichster Titel „Close to You“, aus dem Jahr 1990, erreichte sogar den ersten Platz in den US-amerikanischen Billboard Charts. Und auch seine Zeit mit dem Shaggy, Mitte der 90er, war von Erfolg geprägt.

Vielleicht hat sich Maix Priest auch deswegen dazu entschlossen den jamaikanischen Reggae-Musiker für sein neues Album „It All Comes Back To Love“ erneut mit an Bord zu holen. Shaggy fungiert aber nicht nur als Gastsänger, sondern ist auch als Produzent mit ins Album eingebunden.

Und schon gleich der erste Song „I`m Allright“ ist ein Duett der beiden Musiker. Der Opener besticht durch seine Reggae Rhythmen, die Bläser, den abwechselnden Gesang von Maxi Priest und Shaggy und ist ein tanzbarer Reggae-Pop Titel, der den Hörer sofort in gute Stimmung bringt.

Diese Stimmung wird mit dem nächsten Titel aber gleich wieder umgekehrt. „Free Falling“ wirkt, im Vergleich zu den anderen Songs, ein bisschen melancholischer. Dennoch kann die Dancehall Ballade überzeugen und bietet eine tolle Abwechslung. Generell ist das gesamte Album von großer Vielfalt geprägt.

So klingt zum Beispiel der Song „It`s a Summer Vibe“, den Maxi Priest zusammen mit Bounty Killer und Che Sav aufnahm, eher nach einem modernen R&B Titel. Dasselbe gilt unter anderem auch für „Baby can you Love me slow“, der musikalische Elemente einsetzt, die auch Prince hätte verwenden können.

Aber auch die Fans von Roots-Reggae kommen auf ihre Kosten. Ein Highlight dieser Musikrichtung ist sicherlich der Titeltrack „It All Comes Back To Love“ Er versprüht mit seinen typischen Bläsern, den Gitarren und seinem entspannten Rhythmus einen Hauch von Sommer und erinnert ein bisschen an die Songs der großen Reggae-Künstler wie Max Romeo, Peter Tosh oder Bob Marley.

Eine ganze andere Richtung hingegen schlägt „If I Could Change it“ ein. Der Dance Track, den man sich gut auf der Tanzfläche vorstellen kann, könnte genauso gut aus der Feder prominenter DJs wie Robin Schulz oder David Guetta stammen.

Insgesamt bewegen sich die 14 Songs des Albums zwischen Dance, Pop, modernem R&B, Dancehall und Roots-Reggae. Wer also bei „It All Comes Back To Love“ ein reines Reggae Album erwartet könnte enttäuscht sein. Alle anderen können sich über ein abwechslungsreiches Album freuen. Einziger Wermutstropfen sind manche Texte, die sich teilweise Floskeln bedienen, die man schon oft gehört hat.


Stephan Meßmann
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.maxipriest.com
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