Gehört und Gesehen - Ask For The Moon

15.03.2019Rabea

Rabea

Ask For The Moon

Eigenvertrieb (2019, CD)

Die Cellistin, Sängerin und Songschreiberin Rabea hatte sich zuletzt durch zahlreiche Konzerte, unter anderem im Verlauf ihrer „Ask For The Moon“ Tour samt ihrer ausverkauften Hannover-Show verstärkt ins Gespräch gebracht. Rabea spielt ihre feinfühligen, behutsam wie sorgfältig arrangierten Indie-und Art-Pop-Songs in nicht alltäglicher Instrumentierung. Eine wichtige Rolle spielt ihr Cello. Mit „Ask For The Moon“ hat sie kürzlich eine EP mit fünf Songs herausgebracht.

Es ist Musik für romantische Momente und Gefühle, Musik zum Träumen, Musik, um sich fallen zu lassen, dahin zu schweben, locker-beschwingt in den Tag zu kommen oder die Nacht zu durchwachen, seinen Gedanken nachzuhängen. Musik für melancholische und glückliche Phasen. Sonne, Mond und Sterne – für sich allein oder alles innerhalb von 24 Stunden.

Die hannoversche Musikerin Rabea Bollmann, bislang in der Szene unter anderem als Cellistin der Band Leaves & Trees bekannt, verfolgt seit einiger Zeit mit sehr viel Hingabe ihr Solo-Projekt und weiß dafür weitere hervorragende Musikerinnen und Musiker um sich herum, die mit ihr zusammen die Songs auch im kleinen Ensemble oder in Bandbesetzung gekonnt und stimmungsvoll in Szene setzen: Fabian Huch an der Gitarre, Schlagzeug und Gesang, Elin Bell an Keyboards und Gesang und Stefan Littmann am Keyboards, Synth-Bass und Gesang.

Neben der originellen Instrumentierung von Cello, Keyboards, wahlweise E-oder Akustik-Gitarren, Schlagzeug, Percussion oder elektronischen Beats ist, vor allem der mehrstimmige Gesang eine der besonderen Stärken von Rabea im Bandkontext. Eingehüllt in teils sphärische Sounds, akzentuiertes Klavierspiel, gezupfte Gitarren und dezente Rhythmussounds, führt einen die Stimme Rabeas durch ihre Geschichten. Da hört man gerne zu. Es sind sehr dynamische Kompositionen, in denen das Cello mitunter wunderschöne Farbtupfer setzt.

Lieder wie der die EP anführende Titel-Song oder der Bonus-Tracks „I Choose You“ sind mit ihren Melodien kleine Ohrwürmer. Manchmal entsteht so etwas wie akustische Weite und während man der Musik von Rabea und ihrer Band lauscht, wechseln die Bilder vor dem geistigen Auge. Man blickt hinaus aufs weite Meer, hoch von einem Gipfel über ein von Sonne überflutetes und von Schneeflächen überzogenes Bergpanorama oder eben hoch hinauf in den Nachthimmel, dorthin, wo der Mond zuhause ist und so manches Geheimnis zu hüten scheint und über einen wacht.


Andreas Haug
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.facebook.com/rabeaofficial
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