Gehört und Gesehen - Concrete And Gold

16.09.2017Foo Fighters

Foo Fighters

Concrete And Gold

Sony Music (2017, CD)

Es ist in der internationalen Rockszene und bei Fans immer von großem Interesse, wenn die Foo Fighters etwas anzukündigen haben, seien es neue Songs, Videos, Konzerte oder ein neues Album, wie –in diesem Fall – „Concrete And Gold“. Elf neue Songs sind auf dem Album vertreten, die musikalisch wenig Neues oder gar Sensationelles bieten, dafür macht es die kompositorische Mischung und die Produktion.

Die Foo Fighters gehören weltweit zu den populärsten Rockbands. Eine große Nummer die Band, ohne Zweifel und Sänger und Frontmann Dave Grohl ist einer der besonders beliebten Rockstars. Im Vorfeld der Veröffentlichung von „Concrete And Gold“ wurde kräftig die Medienmaschine angekurbelt um breit zu informieren, dass wieder etwas scheinbar Großes auf die geneigten Hörer und Fans zukommt.

Der erste und zweite Höreindruck von „Concrete And Gold“ lässt einen dann aber nicht gleich vom Hocker aufspringen, sondern erst einmal interessiert Platz behalten. Die Foo Fighters rocken hart und zwingend in einer Bandbreite zwischen traditionellem Hardrock mit Wurzeln in den 60er-und 70er Jahren und modernem Alternative-Rock, oft mit leicht psychedelischem Unterton. Man kann das als eine Art Crossover von Rockmusik aus verschiedenen Dekaden begreifen, der durch die Stimme von Dave Grohl ein verbindendes Element bekommt.

Biestig, rotzig, riffig, grooved agieren die Musiker, verzerrte Vocals und Bässe und dann wieder Akustikgitarren zu rauchigem Gesang. Teils leicht zugängliche Melodien und ein fetter Breitwand-Sound, teils angenehm eckig-kantiges in Rhythmik und Songwriting. Kreative Produktions-und Sound-Tüfteleien geben vielen Songs einen modernen Anstrich und tanzbare Beats.

Eine Platte, die eingeschworene Foo-Fighters-Fans möglicherweise gleich in ihr Herz schließen, andere werden wahrscheinlich eher eine Weile brauchen, bis sie sich von ihrem Sitzplatz erheben und vom lässigen Kopfnicken zum Abgehen wechseln, den oder die Knaller dieses Albums entdecken, die nicht sofort mit der Tür ins Haus fallen.


Andreas Haug
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.foofighters.com

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Foo Fighters - Wasting Light (2011)
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