Gehört und Gesehen - Trouble Maker

08.07.2017Rancid

Rancid

Trouble Maker

Epitaph Records (2017, CD)

Rancid machen seit 1991 gemeinsam Musik und gelten seit Jahren als Größe in der Punkrock-Szene. Vor allem mit ihrem Erfolgsalbum „...And Out Come The Wolves“ aus dem Jahr 1995 haben sich die Rebellen aus Kalifornien einen Namen gemacht. Nun haben Tim Armstrong, Lars Frederiksen, Matt Freeman und Branden Steineckert mit ihrem aktuellen, neunten Studioalbum „Trouble Maker“ nachgelegt.

Innerhalb von 41 Minuten ziehen 19 Songs blitzschnell vorbei. „Trouble Maker“ hätte auch in den 90ern erschienen sein können und wirkt mit Songs wie „Say Goodbye To Our Heroes“ - einem Liebeslied an ihre Punkrock-Helden – wie eine Art „Throwback“ an die guten alten Zeiten, ohne dabei an Aktualität einbüßen zu müssen.

Nicht umsonst haben Rancid mit „Trouble Maker“ einen Amazon-Nummer-Eins-Bestseller in der Punk-Rubrik gelandet.

Besonders „Bovver Rock n Roll“, „Where I’m Going“, „Ghost Of A Chance“, „Make It Out Alive“ und der Aufmacher-Song „Track Fast“ feuern die Platte an. Das Bedürfnis, Unruhe zu stiften, liegt Rancid scheinbar im Blut.

Es muss nicht jeder Ton exakt getroffen werden, wenn Tim Armstrong seine Texte mit rauer Stimme ins Mikrofon lallt und Lars Frederiksen seine bissigen Vocals gröhlt. Diesen Anspruch haben Rancid nicht und den brauchen sie auch nicht. Hauptsache, das Lebensgefühl kommt rüber. - „Punkrock to the bone“, wie es in „Say Goodbye To Our Heroes“ so schön heißt.

Auch, wenn in manchen Songs Nostalgie mitschwingt, versichern Rancid mit „This Is Not The End“, dass das Ende noch lange nicht in Sicht ist.


Lisa Eimermacher
(8 / 10 Pkt.)

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