Gehört und Gesehen - Crooked Teeth

22.05.2017Papa Roach

Papa Roach

Crooked Teeth

Eleven Seven Music (2017, CD)

Papa Roach sind zurück. Nach „F.E.A.R.“ präsentieren die Kalifornier nun ihr aktuelles Album, das den Titel klangvollen „Crooked Teeth“ trägt. Bereits der Aufmacher „Break The Fall“ baut sich zu Beginn bedrohlich mit Streichern und Piano wie die Ruhe vor dem Sturm auf. Was folgt ist ein kraftvoller Wirbelwind, der wie ein Soundtrack zu einem modernen Actionfilm klingt. An Rap wird auf diesem Album nicht gespart und in jedem Song untergebracht, bei dem es passt.

Beeinflusst wurde dies von den beiden aufstrebenden Produzenten Nicholas „RAS“ Furlong und Colin Brittain, deren Plan es war, „das Feuer des `Infest`-Albums“ wieder zu entfachen. Das ist ihnen durchaus gelungen.

Auch der Titel-Track „Crooked Teeth“ prescht nach vorne, geht ins Ohr und klingt nach Papa Roach, wie man sie kennt. Neben dem familiären Sound finden sich auch etwas ungewöhnlichere Titel wieder.

Der Song „Born For Greatness“, welcher von Madonna-Produzent Jason Evigan produziert wurde, erinnert an moderne Fall Out Boy Werke. Das Gitarrenriff und die scheppernden Drums ziehen den Song aus der Pop-Versenkung. Sänger Jacoby Shaddix widmet diesen Song seinen drei Kindern.

Die ruhige Ballade „Periscope“ mit Skylar Grey erlaubt eine Pause zum Durchatmen. Anfangs wartet der Hörer vergeblich auf den großen Knall. Wenn man sich allerdings damit abgefunden hat, ist der Song eine entspannte Überleitung zum nächsten härteren Statement.

Mit „Help“ haben Papa Roach eine solide, überzeugende Ohrwurm-Nummer gezaubert. Der Chorus catchy, die Gitarren- und Bassriffs mitreißend. Der Song macht Spaß und bleibt im Kopf.

Grillenzirpen, das Starten eines Motors: die richtige Kulisse für „Sunrise Trailer Park“ klingt authentisch. Das Hip-Hop-Rock-Mashup featuring US-Rapper Machine Gunn Kelly sorgt für Abwechslung auf der Platte.

Hat man bei „Sunrise Trailer Park“ kurz Luft geschnappt, ballert „Traumatic“ wieder ordentlich rein, ähnlich auch „None Of The Above“. Die drei Bonustracks „Ricochet“, „Nothing“ und „Bleeding Through“ runden das Album ab, bringen allerdings keine Überraschungen mit sich.

Beim Hören des Albums hat man bei den meisten Songs bereits die Live-Performance vor Augen. Insgesamt beißt man sich an „Crooked Teeth“ nicht die Zähne aus. Ein gut verdaubares Produkt.


Lisa Eimermacher
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
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Papa Roach - F.E.A.R. (2015)
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