Gehört und Gesehen - Gnosis

15.04.2016Roland Loy

Roland Loy

Gnosis

Loyworld Records (2016, CD)

Als Sänger und Pianist Roland Loy im März gemeinsam mit Schlagzeuger Robert Jöcks sein neues Albums Gnosis im Rahmen eines Konzertes bei PPC Music in Hannover vorstellte, staunten einige nicht schlecht. Der Mann, den viele in erster Linie als Vocal-Coach kennen, ist ursprünglich eine facettenreiche Künstlerpersönlichkeit, die mit Bedacht alle Jubeljahre mal ein Album herausbringt.

Schon seit Jahrzehnten ist Roland Loy als Sänger, Pianist, Komponist und Produzent aktiv, schreibt viele Songs, nimmt diese auf, schleudert sie aber nicht bei der erstbesten Gelegenheit heraus. Gut Ding will Weile haben, mag sich Loy bei seinem Album „Gnosis“ gedacht haben, auf dem nicht nur ganz neue Songs Platz haben, sondern sich auch Loy-Klassiker wie „Orlando“ wiederfinden.

„Gnosis“ ist das griechische Wort für Erkenntnis und jeder Song dieses Albums habe eine Geschichte, dennoch bildeten alle einen konzeptionellen Zusammenhang, erklärt der Musiker.

Zu hören gibt es sorgfältig und mit Liebe zum Detail ausgefeilte Kompositionen, die stilistisch eine Bandbreite von Pop, Art-Pop, Rock über Jazz bis hin zu Singer-/Songwriter abdecken oder Elemente dieser Richtungen miteinander verbinden. Eine groovig-soulige Note bringt Loy ebenfalls ins Spiel.

Markant für die Musik von Roland Loy und auch „Gnosis“ sind die kraftvolle, verhältnismäßig hohe Stimme und die Chorsätze, sowie das dynamische Pianospiel.

Anspruchsvolle, aber nicht komplizierte Musik, die –ansprechend und warm produziert – gut zu hören ist.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.loyworld-records.de

Weitere oder ähnliche CD/DVD-Besprechungen:
Roland Loy - Orlando (2000)
Roland Loy - pushed and pulled (2001)
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