Gehört und Gesehen - Fire From The Soul

08.04.2016Epitaph

Epitaph

Fire From The Soul

MIG Music (2016, CD)

Im Zusammenhang mit der Band Epitaph spricht man heutzutage gern von einer Legende und auch Hannover und die dortige Rockszene kommt ins Spiel. Die deutsch-britische Band wird der so genannten Krautrock-Ära der frühen Siebziger zugeordnet, was sie auf ihrem neuen Studioalbum „Fire From The Soul“ bietet, das im März 2016 auf den Markt gekommen ist, ist dann auch musikalische Traditionspflege, allerdings sehr vielseitig in Szene gesetzt und ebenso ordentlich erledigt.

Es ist wohl mehr als respektabel, wenn eine in den späten 1960er-Jahren gegründete Band, die seit 1970 von Hannover aus deutschlandweit Erfolge feierte, anno 2016 mit einem neuen Studioalbum auf den Markt kommt, das zwar traditionell und reif, aber nicht angestaubt, sondern vielmehr inspiriert wirkt.

Epitaph um Sänger und Gitarrist Cliff Jackson, Bassist und Sänger Bernd Kolbe, Gitarrist und Sänger Heinz Glass und Schlagzeuger Jim Mc Gillivray vereinen in den zwölf neuen Songs klassischen Rock, Pop und Folk-Rock mit Progressive-Rock-Elementen. Kompakte Songs mit einer Spieldauer von vier bis fünf Minuten dominieren, während sich das Titelstück „Fire From The Soul“ über fast neun Minuten erstreckt.

Unterstützt wurden Epitaph auf dieser Platte bei einigen Stücken von Gastmusikern wie den Violinisten Tim Reese und Pete Sage sowie Klaus Henatsch an den Keyboards, was für weitere Farbtupfer und Abwechslung sorgt.

Epitaph haben nicht auf die Schnelle eine neue Platte gemacht, die Band hat sich beim Songwriting, den Arrangements und den Aufnahmen hörbar stark ins Zeug gelegt. Bei diesen zwölf Songs ist offenbar auch jede Menge Herzblut geflossen, man könnte sagen: Traditioneller, abwechslungsreicher Rock mit konsequenten Siebziger-Spirit in Songs und Sounds. Schlüssig, warm und im Zusammenhang mit Epitaph auch glaub-und liebenswürdig.

Wer sich in dieser früheren Rock-Epoche wohl fühlt, für den dürfte „Fire From The Soul“ sehr angenehm und kurzweilig zu hören sein. Für Fans möglicherweise sogar ein Genuss.


Andreas Haug
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.epitaph-band.de

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