Gehört und Gesehen - Weekend Man

26.02.2016Royal Republic

Royal Republic

Weekend Man

Universal Music (2016, CD)

Die Alternative-Rocker Royal Republic haben mit „Weekend Man“ ein neues Album herausgebracht. Es handelt sich um die dritte Platte der Schweden aus Malmö. Neun Jahre nach Bandgründung versucht der Vierer mit den 13 in Berlin aufgenommenen Songs an die Erfolge der Vorgängerscheiben anzuknüpfen. Misst man das Ergebnis genau daran, stellt sich jedoch nur schwerlich ein richtiges Zufriedenheitsgefühl ein.

Zuerst in 2010 die beeindruckende Debütplatte „We Are The Royal“, dann in 2012 mit „Save The Nation“ die grandiose Fortsetzung gespickt mit Hits wie „You Ain’t Nobody (Until Somebody Hates You)“ oder eben „Save The Nation“. Anschließend längere Zeit nichts, abgesehen davon dass die Kombo immer wieder sehr überzeugend ihre Live-Fähigkeiten unter Beweis stellte.

Nun also die Neuveröffentlichung „Weekend Man“ und man durfte sich im Vorfeld durchaus fragen, ob es mit dem erfrischenden Output immer so weiter gehen würde. Nach Aussagen der Band ist es ihre beste Platte. Aber das ist eine der Formulierungen, die man schon zu oft gehört hat – gelegentlich trifft sie zu, meist jedoch eher nicht.

Letzteres ist auch dieses Mal der Fall. Zwar knallt die erste Hälfte des Openers „Here I Come (ThereYou Go)“ noch ordentlich, dann flacht die Dynamik aber ab und bis zum siebten Song werden auch keine Ausrufezeichen mehr gesetzt. „Follow The Sun“ (Track 8), „Any Given Sunday“ (Track 10) und „American Dream“ (Track 13) sind dann aber gelungene Anspieltipps, die sehr viel softer sind, als man es von Royal Republic gewohnt ist. Die Rock-Nummern „Baby“ (Track 11) und „High Times!“ (Track 12) folgen jedoch der Tradition der Band und dürften auf Festivals und Konzerten wieder für viel Ekstase im Publikum sorgen.

Insofern könnte man auch von einer starken zweiten Hälfte der Platte sprechen – so gesehen eine klare Empfehlung. Doch gemessen an den Vorgängeralben ist festzustellen, dass es sich nicht um das beste Album der Schweden handelt. Nichtsdestotrotz hält „Weekend Man“ einige Perlen bereit. Vielleicht sollte man die Erwartungen nur etwas herunterschrauben.


David Neumeier
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.royalrepublic.net
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