Gehört und Gesehen - A War Against You

15.01.2016Ignite

Ignite

A War Against You

Century Media (2015)

Zehn Jahre, also ein ganzes Jahrzehnt, mussten Ignite-Fans auf ein neues Album warten und viele haben die Hoffnung sicher schon beinahe aufgegeben. Doch im September letzten Jahres die Sensationsnachricht für die Punkrockwelt: Ignite veröffentlichen mit „A War Against You“ ihr neues Werk.

„This is your chance to begin again, a brand new start to a different end“, singen Ignite gleich im Opener „Begin Again“ beinahe episch im Queen-Stil – ein starker Einstieg in das neue Album „A War Against You“.

Mit jedem Jahr stieg die Erwartungshaltung an ein neues Ignite-Album weiter und weiter, immerhin schrieb die Band aus Orange County mit ihrem 2006er-Werk „Our Darkest Days“ Punkrock-Geschichte. Nachdem Sänger Zoli Téglás 2010 einen zweijährigen Abstecher zur Punkrockband Pennywise machte und mit der Band auch ein Album veröffentlichte, ist dort nun wieder Original-Sänger Jim Lindberg aktiv und Téglás konzentriert sich auf Ignite.

So ganz mochte das auch nicht passen: Sowohl Pennywise als auch Zoli Téglás sind zweifelsohne große Musiker, doch des Öfteren fiel der Satz „Das klingt wie Ignite mit Pennywise-Songs“ oder umgekehrt. Schließlich hat Téglás eine sehr markante Stimme, die man aus Hunderten raushört.

„Nothing Can Stop Me!“ heißt es nun im gleichnamigen Song, der bereits im Vorfeld veröffentlicht wurde. „Nothing’s change ´til you work for it, can’t make it all alone“ - Ignite machen unmissverständlich klar, dass sie auch nach zehn Jahren stark sind wie zuvor.

Und in der Tat: „A War Against You“ knüpft musikalisch an „Our Darkest Days“ an und angesichts der Großartigkeit des letzten Albums haben Ignite damit rein gar nichts falsch gemacht: Astreine Punkrocksongs mit wuchtigen Riffs und preschendem Schlagzeug. Téglás charakterstarke Stimme ist darauf das absolute i-Tüpfelchen.

So ausgelutscht der Spruch „Gut Ding will Weile haben“ auch ist, im Falle von Ignite trifft das definitiv zu. Ob „A War Against You“ aber nun ebenso epische Züge für die Zukunft annehmen wird, wie „Our Darkest Days“ ist schwierig zu prophezeihen – was allerdings auch der damaligen und heutigen Zeit in der Musikszene verschuldet ist. Eines ist aber definitiv sicher: Stärker hätte 2016 für die Punkrockwelt kaum starten können!


Hanna Rühaak
(9 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.igniteband.com
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