Gehört und Gesehen - Roadmovie

15.01.2016It´s M.E.

It´s M.E.

Roadmovie

itsmemusic (2015)

Zum 25-jährigen Bandjubiläum hat die hannoversche Band It´s M.E. am Neujahrstag ein Album herausgebracht, mit dem sie viele Hörer beeindrucken bis begeistern könnte, die auf amerikanische Rock-, Pop-und Soumusik der Siebziger stehen. Die 14 Songs, allesamt von Ecki Hüdepohl geschrieben, lassen Erinnerungen wach werden an die Stimmung und Atmosphäre der Musik, wie sie früher etwa Bruce Springsteen, Bob Seeger, Jackson Browne oder die Eagles geschrieben haben. „Hörkino im Breitwandformat“ fasst es die Info zusammen und bringt es treffend auf den Punkt.

Bekanntermaßen ist It´s M.E. eine stilistisch sehr wandelbare Band, die mit unterschiedlichen Albumveröffentlichungen zwischen lockerer Unterhaltung und anspruchsvoller, zum Teil tiefgründiger Kunst unterwegs sind.

Zum Jubiläum gönnt sich die Band um Martina „Fuchs“ Maschke, Ecki Hüdepohl und Werner Löhr ein Album mit Songs voller Herz, Emotionen, klanglicher Größe und Weite im Stil großer amerikanischer Songwriter und Bands.

„Roadmovie“ könnte tatsächlich ein Soundtrack zu einem Kinofilm sein, der den Hörer durch große, glitzernde Metropolen, über staubige Straßen durch Landschaften mit unendlicher Weite in kleine verschlafene Dörfer führt. Auf dieser Reise lernt man die ungewöhnlichsten Leute kennen, erlebt kleine Geschichten und auch Abenteuer oder hängt seinen Gedanken und Träumen nach.

Die 14 Songs changieren zwischen Rock, Pop und Soul mit ein wenig Blues und Rock´n´Roll. Die Bandbreite reicht von groovigen Mid-Tempo-Nummern, Balladen mit Gänsehaut-Momenten und knackigen Up-Tempo-Rockern.

Als musikalische Gäste wirken mit Arndt Schulz an der Gitarre und Ferdy Doernberg an der Lapsteel bei zwei Songs alte Hasen mit, die ebenfalls wissen, wie man Musik in kompositorisch und klanglich größerer Konfiguration bereichert. „Widescreen Music“ beschreibt es der Pressetext tatsächlich sehr treffend.

Lässt man die Instrumente, besonders die Keyboards, deren Harmonien, Arrangements und Sounds auf sich wirken, könnte man glatt meinen, dass bei dem einen oder anderen Song Musiker der E-Street-Band im hannoverschen Fuchsbau-Studio vorbeigeschaut hätten, kurz, nachdem sie selbst Platten wie „Born To Run“ oder „Darkness On The Edge Of Town“ eingespielt hatten.

„Roadmovie“ ist ein Album, dem man durchgängig folgen kann. Wer dabei ist: Gute Reise, gute Gefühle, Spaß und schöne Träume.


Andreas Haug
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.itsme-music.de

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