Gehört und Gesehen - Jimi Hendrix: Electric Church

06.11.2015Jimi Hendrix

Jimi Hendrix

Jimi Hendrix: Electric Church

Sony Music (2015)

Atlanta 1970: Zum zweiten Mal findet das Atlanta International Pop Festival statt – und es soll auch das letzte Mal sein. 30 Künstler traten auf dem Festival auf, darunter Jimi Hendrix, der damals vor dem größten Publikum seiner Karriere spielte. Nur knapp zehn Wochen nach diesem Auftritt verstarb der damals 27-Jährige. Mit „Jimi Hendrix: Electric Church“ wird nun eine Dokumentation veröffentlicht, die den Auftritt des Weltstars auf dem Festival aufzeigt.

Schon als 1970 das Atlanta International Pop Festival ein letztes Mal stattfand, zeichnete dies das Ende einer Ära ab. Die Festival-Kultur blühte natürlich irgendwann wieder auf und auch heute sind Festivals aus der Musiklandschaft selbstverständlich nicht mehr wegzudenken.

Doch gerade das Merkmal, das das Atlanta International Pop Festival ausgemacht hat – nämlich nicht von großen Sponsoren abhängig zu sein und ein Festival zu sein, bei dem es nicht nur um Geld geht – fehlt auch heutzutage auf den großen Festivals: Kleine Festivals sterben immer weiter aus und die Ticketpreise für große Festivals steigen stetig weiter gen Himmel.

„Eine Ära ging zu Ende, und es war ein großartiges, unglaublich energiegeladenes Ende“, wird Glenn Philipps von der Hampton Grease Band zitiert und diesen Spirit übermittelt auch die „Jimi Hendrix: Electric Church“-DVD. Das Festival war damals größer als Woodstock und Jimi Hendrix als Headliner eine Sensation.

Dieser Auftritt gilt als einer der spektakulärsten Hendrix-Shows und gewinnt wohl auch deswegen enorm an Bedeutung, weil der damals 27-Jährige nur zwei Monate nach seinem Auftritt verstarb. Und auch heute noch ist Jimi Hendrix eine wahre Kultfigur und einer der bedeutendsten Musiker unserer Zeit. Und das vollkommen zu recht, wie die einstündige Dokumentation zeigt.

Neben diesen legendären Auftritt von Jimi Hendrix kommen in der Dokumentation außerdem seine Bandkollegen Billy Cox und der verstorbene Mitch Mitchell zu Wort und es gibt Interviews mit Paul McCartney, Steve Winwood, Rich Robinson, Kirk Hammett, Derek Trucks, Susan Tedeschi und Alex Cooley selbst, die die Dokumentation insgesamt zu einer runden und vor allem sehr interessanten Sache machen.


Hanna Rühaak
(9 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.jimihendrix.com

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