Gehört und Gesehen - Akita Mani Yo

09.10.2015Soundbar

Soundbar

Akita Mani Yo

intono records (2015)

Eine neue Band aus dem Raum Köln/Gummersbach sorgt in diesen Wochen für Aufmerksamkeit in der deutschen Musikszene: Soundbar, die ihren Stil “Indie-Hip-Pop” nennen und schon vor der Veröffentlichung ihres hier vorliegenden Debüts “Akita Mani Yo” für die Herbsttournee der populären Band Culcha Candela als support bestätigt sind. Deren Fans könnten Soundbar und ihre Musik ebenso mögen, wie die von Acts wie Fettes Brot oder Seeed. Dabei setzen die Newcomer doch einiges daran, ihren eigenen Stil zu entwickeln.

Nicht alltäglich ist die Besetzung von Soundbar. Die Band besteht aus zwei Sängern, einer Sängerin, Bassist, Schlagzeuger und Gitarrist. Zudem kommen Instrumente wie Piano und Posaune zum Einsatz.

Soundbar liefern auf „Akita Mani Yo“ nicht wirklich neue Musik, haben für die Songs ihres Debüts einen interessanten, originellen und gelungenen Stilmix kreiert. Melodiöses Pop-Songwriting trifft auf HipHop mit positiver Attitüde, das Ganze ist versehen mit ganz viel Groove.

Damit bedienen Soundbar das, was seit längerem in der Musikwelt populär ist und in der Regel gut funktioniert, wahrscheinlich auch bei einem sehr großen, breiten Publikum.

Das Album ist modern produziert, die Songs kompakt, schlüssig und frisch. Was die Gesangskonstellation angeht, könnte an einigen Stellen noch etwas mehr Kraft, Würze und Ausdruck zur Geltung kommen.

Soundbar haben ein Händchen für zum Teil extrem eingängige Hooklines und tanzbare Grooves, Songs wie „Typen wie wir“ riechen schon nach echtem Hit. Im Konzert dürfte bei diesem Track wohl kaum jemand gleichgültig auf seinem Platz verharren, sondern mindestens rhythmisch mitwippen oder die Melodie vor sich hin summen.

„Akita Mani Yo“ ist ein Album zwischen Pop und HipHop, das vortrefflich unterhalten und gleichzeitig Spaß und Gute Laune sorgen dürfte. Eigentlich eine typische Sommer-Platte für die Autofahrt zu einem Festival.

Nun präsentieren sich Soundbar mit ihrem Album im Herbst und es sollte gelingen, in dieser Jahreszeit leicht antriebslosen und melancholisch gestimmten Musikhörern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern oder sie sogar vom Sofa herunterzuziehen, sie auf die Tanzfläche des nächstgelegenen Clubs zu schubsen. Keine schwere Kost, sondern lockere Unterhaltung mit positiven Wellen. Ein sympathisches Debüt.


Andreas Haug
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.soundbarcity.de, www.intono.de
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