Gehört und Gesehen - Higher Truth

09.10.2015Chris Cornell

Chris Cornell

Higher Truth

Universal Music (2015)

Mit „Higher Truth“ präsentiert der mehrfach mit einem Grammy ausgezeichnete Singer/Songwriter Chris Cornell sein mittlerweile fünftes Studioalbum.

In der Musikszene ist Chris Cornell natürlich kein unbekanntest Gesicht und reiht sich nicht einfach in die Bandbreite der zahlreichen Singer/Songwriter ein, denn als Sänger und Hauptsongwriter von Soundgarden und Audioslave hat er bereits jahrelang musikalische Größe bewiesen. 1999 veröffentlichte er zwei Jahre nach Auflösung von Soundgarden sein erstes Solowerk „Euphoria Morning“.

Auf „Higher Truth“ kreiert Cornell innerhalb von rund 16 Songs sphärische Soundwelten, im Vordergrund immer seine Akustikgitarre, die mal hier, mal dort von zarten, dezenten Streichern unterstützt wird. Doch auch Instrumente wie Schlagzeug und E-Gitarre dürfen durchaus zum Einsatz kommen.

Inspiration holte sich Chris Cornell für sein neuestes Werk von den außergewöhnlichen Arrangements von Musikern wie Nick Drake, Daniel Johnston und der „White Album“-Ära Beatles.

Mit „Nearly Forgot My Broken Heart“ sendete Cornell im Vorfeld nicht nur einen ersten Eindruck des Albums vor Veröffentlichung, sondern platziert den Song auf dem Album auch gleich als Opener und präsentiert damit einen starken Einstieg in „Higher Truth“.

Chris Cornell gehört vollkommen zu recht in die oberste Liga der Songwriter, auch wenn er mit seinen Bands größere kommerzielle Erfolge feiern konnte. Aber daran kann man starke Werke nun mal nicht messen – Chris Cornell ist ein ausdrucksstarker Beweis dafür.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.chriscornell.com

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Chris Cornell - Carry On (2007)
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