Gehört und Gesehen - Venom

04.09.2015Bullet For My Valentine

Bullet For My Valentine

Venom

RCA Records (2015)

Schlangen werfen ihre Haut ab, weil sich darunter bereits eine andere, eine neue Haut gebildet hat und die Schlange durch Wachstum einfach aus ihrer Haut herauswächst. Dieses Symbol wird auch gerne in der Musikwelt verwendet. So auch auf dem Cover des neuen Bullet For My Valentine-Albums „Venom“, auf dem sich eine Schlange um ein großes „V“ schlängelt (als Hinweis darauf, dass es sich hierbei um Album Nr. 5 handelt). Und tatsächlich, auch Frontmann Matt Tucks sagt über das neueste Werk von seiner Band und ihm: „Wir haben uns selbst neu erfunden“.

Gut, das mag natürlich ebenso abgedroschen klingen wie „Das ist das beste Album, das wir je geschrieben haben!“ oder „Das ist die beste Show unserer gesamten Welttour!“, aber aus Sicht einer Band muss es ja auch genau so sein, sonst würde sie kaum ein neues Album aufnehmen.

Bandintern mag die Aussage Tucks vielleicht auch stimmen, rein objektiv betrachtet sind sich Bullet For My Valentine ihrem Mainstream-Metal allerdings treu geblieben. Was aber keinesfalls heißt, dass einem Songs wie „No Way Out“ geradewegs den Gehörgang durchpusten und auch an den melodiösen Stellen durchaus Stärke zeigen.

Auch die einzige Singleauskopplung „You Want A Battle? Here´s A War“ prescht ordentlich nach vorne, zeigt sich melodiös und kraftvoll und bietet einige Singalongs für die Fans. Ähnlich zeigen sich auch die anderen Vertreter der insgesamt elf Tracks umfassenden Platte.

Schlangenhäutung, Gift, Neuerfindung – Starke Begriffe, die Großes erhoffen lassen. Ganz so hoch sollte man bei „Venom“ zwar nicht stapeln, dennoch ist das neue Album von Bullet For My Valentine ein durchaus starker Vertreter des Metalcore.


Hanna Rühaak
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.bulletformyvalentine.com
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