Gehört und Gesehen - Ours Is Chrome

19.06.2015Superheaven

Superheaven

Ours Is Chrome

SideOneDummy Records (2015)

Zwei Jahre nach ihrem Erstlingswerk „Jar“ erscheint mit „Ours Is Chrome“ nun das zweite Album der amerikanischen Grunge-Band Superheaven. Die elf Songs der Musiker aus Pennsylvania kommen noch eine Spur düsterer daher. Der Gesang wirkt dabei jedoch nicht mehr bloß etwas teilnahmslos und damit lässig-cool, sondern größtenteils schon gelangweilt.

Taylor Madison, Jacob Clarke, Zack Robbins und Joseph Kane machen sich mit ihrer neuen Platte wenig angreifbar, da es sich gut komplett durchhören lässt, ohne dass wirklich störende Titel dabei sind. Doch genauso teilnahmslos wie gesungen wird, hört man sich auch „Ours Is Chrome“ an. Der an sich düstere Charme entwickelt sich schnell zu einem eintönigen Hörerlebnis.

Dadurch dass sich die einzelnen Stücke doch oft stark ähneln, ertappt sich der Hörer immer wieder dabei, wie er abschweift und auch mal mehrere Songs verpasst ohne es zu merken. So bietet der Longplayer einen solide produzierten Sound zum Nebenbeihören. Einzig „From The Chest Down“ lässt stark aufhorchen und zeigt, dass Superheaven durchaus in der Lage sind auch mal ein echtes Highlight abzuliefern.

Insgesamt entsteht so der Eindruck, dass viel mehr drin gewesen wäre als auf dem Album drauf ist. Möglicherweise ist das riskante Spiel mit dem Stilmittel des düsteren Sounds auch einfach nur nach hinten losgegangen – nicht so sehr dass es nicht ertragbar wäre, aber doch so sehr dass man sich von der teilnahmslosen Stimmung anstecken lässt und auch nicht mehr befreien kann. Darüber hinaus liefert „Ours Is Chrome“ jedoch keine Kritikpunkte.


David Neumeier
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.superheavenband.tumblr.com
© Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum
Zur Übersicht Zur Startseite