Gehört und Gesehen - mindstate:dreamscape

29.05.2015Wired Mind

Wired Mind

mindstate:dreamscape

Patrick Löding (2015)

Seit 2013 gibt es die Band Wired Mind aus Hannover. Nun hat das Trio bestehend aus Maik (Gesang und Gitarre), Patrick (Bass) und Christo (Schlagzeug) sein erstes Album namens „mindstate:dreamscape“ in Eigenregie veröffentlicht. Den Hörer erwartet psychedelischer Stoner-Rock, der auf jeden Fall Spaß macht. Dieser Spaß ist jedoch nur von kurzer Dauer.

Das Erstlingswerk wurde live im Studio innerhalb von nur 24 Stunden aufgenommen. Das Resultat sind dabei leider nur vier Songs. Zu wenig um sich wirklich ein detailliertes Bild von der Band und ihren musikalischen Ideen machen zu können, auch wenn zwei Titel jeweils eine Länge von rund elf Minuten haben.

Dabei möchte man gerne mehr Musik vom Kaliber des Openers hören. „Road“ ist ein gelungener Track, er groovt, er hebt die Laune und er ist abwechslungsreich, ohne jedoch beim Experimentieren aus dem Ruder zu laufen. „Jennifer’s Dream Of A Switchblade“ (Titel 2) kann daran jedoch nicht anknüpfen.

Der dritte Song der Platte „Wired Dream“ kommt hingegen entspannter daher, weniger aufdringlich und eignet sich daher eher gut dazu im Hintergrund zu laufen. „Woman“ (Titel 4) versinkt dagegen schon in der Bedeutungslosigkeit. Und damit ist das Album dann auch bereits durchgehört. Auch wer darauf spekuliert noch versteckte Stücke zu finden, wird leider enttäuscht.

Insgesamt ist das definitiv zu wenig für ein Album. „mindstate:dreamscape“ zeigt zwar interessante Ansätze in den langen Songs und belegt das Potential von Wired Mind. Zusammengefasst wird dem Hörer jedoch einfach zu wenig geboten.


David Neumeier
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.wiredmindrocks.de
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