Gehört und Gesehen - Shadowmaker

17.04.2015Apocalyptica

Apocalyptica

Shadowmaker

Harmageddon Records (2015, CD)

Die finnischen Cello-Metal-Rocker Apocalyptica bringen mit „Shadowmaker“ bereits ihr achtes Album heraus. Während sich die Band in der Vergangenheit immer mehrere Gastsänger ins Studio holte, schlägt sie dieses Mal einen neuen Weg ein. So legen sie sich auf der neuen Platte mit Franky Perez auf einen einzigen Sänger fest. Als Ergebnis erwarten den Hörer zwölf Songs, die allesamt begeistern und zusammen ein unglaublich tolles Album ergeben.

Auf eine 22 Jahre andauernde Karriere können Apocalyptica nun schon zurückblicken. Dabei wurde ihnen die prominente Besetzung der Vocalparts mit vielen wechselnden Gastsängern teilweise als bloßes Ködern mit großen Namen vorgeworfen. Franky Perez ist zwar ganz sicher alles andere als ein kleiner Fisch in der internationalen Musikszene, mit den Gaststimmen ist aber auf „Shadowmaker“ Schluss. Die übrige Bandbesetzung ist mit den drei Cellisten Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen und Perttu Kivilaakso und dem Schlagzeuger Mikko Sirén gleichgeblieben.

„Die Stimmung und Leidenschaft in der Band war nie höher“, stellt Eicca Toppinen fest. Hören kann man genau das in jedem einzelnen Song. Das Album platzt regelrecht vor geballter Energie, die sich vor allem in den mitreißenden Instrumental-Teilen niederschlägt. Die Stimme von Franky Perez harmoniert damit wunderbar und man bekommt den Eindruck, als wäre er seit jeher fester Bestandteil der Band.

Schwächen hat „Shadowmaster“ keine. Viele Songs sind recht lang, das kann schon Mal sieben, acht oder auch zehn Minuten dauern, bis dann wirklich Schluss ist. Stören tut dies jedoch zu keiner Zeit, da die einzelnen Stücke sich nicht nur gut voneinander unterscheiden, sondern auch innerhalb derselben viel variiert wird. Dadurch ist man stets gespannt, was einen als nächstes erwartet. Im Grunde genommen ist das ganze Album ein einziger Musikgenuss.

Besonders herausragend sind dennoch „Shadowmaker“ (Titel 3), „Slow Burn“ (Titel 4), „House Of Chains“ (Titel 7) und die zumindest etwas ruhigeren Songs „Hole In My Soul“ (Titel 6) und „Sea Song“ (Titel 10). Das Album wird es in die Favoritenliste vieler Fans der Mischung aus Rock, Metal und viel Cello schaffen. Apocalyptica haben bei „Shadowmaker“ jedenfalls alles richtig gemacht.


David Neumeier
(10 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.apocalyptica.com

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