Gehört und Gesehen - Dämmerung

27.03.2015Cella´Door

Cella´Door

Dämmerung

Saol (2015, CD)

Mit „Dämmerung“ bringt die hannoversche Gothic Metal bereits ihr viertes Album auf den Markt. Auf der Platte dämmert es allerdings nicht nur - streckenweise ist es so stockdunkel, dass man sich blind aus der Situation flüchten möchte.

Dabei startet das Album in „Per Portam Cellae...“ mit einem zauberhaften Violin-Intro, gefolgt vom opernhaften Gesang einer der beiden Sängerinnen Natalia und Patricia. Doch die Atmosphäre wird plötzlich durch einen keifenden, spitzen Sprechgesang durchbrochen, der vor dem geistigen Auge blitzschnell das Bild von Gollum aus „Der Herr der Ringe“ erscheinen lässt.

Gesangliche Abwechslung bietet erstmals „Das Ritual“, in dem düsterer Gesang bevorzugt wird. Melodisch sind die Songs allemal, allerdings wurde sich auch jeden Klischees bedient. Der opernhafte Gesang ist streckenweise vielleicht ganz nett, schellt aber teilweise so in die Höhe, dass es unangenehm im Ohr wird und schwer am Nervenkostüm zerrt.

Mit „Dämmerung“ wurde ein weiteres Gothic Metal-Album auf den Markt geschmissen, das ohne Wiedererkennungswert von jeder x-beliebigen kleinen Band veröffentlicht werden könnte. Gleichzeitig können Cella´Door allerdings nicht mit großen Kollegen des Genre (wie beispielsweise Nightwish) mithalten.


Hanna Rühaak
(4 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.celladoor.de
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