Gehört und Gesehen - This Is Neon

20.03.2015Paradox Now

Paradox Now

This Is Neon

Bigger Than Blue Productions (2015, CD)

Mit „This Is Neon“ bringt die Band Paradox Now aus Zürich ihr Debütalbum heraus. Die Schweizer beschreiben ihren Stil selbst als Hybrid Rock. Entstanden ist eine Electronic-Alternative-Rock-Platte, die einige Höhen, aber zeitweise auch nur Mittelmaß bietet. An Experimentierfreude mangelt es dem Erstlingswerk von Pablo Rodriguez, Andreas Stächelin, Fabian Stächelin und Felix Schwarz jedenfalls nicht.

Mit „No Compromise“ beweist die Band direkt Hitpotential und macht durch den interessanten Einstieg neugierig auf die zehn Titel umfassende Scheibe. Es bedarf ein wenig Eingewöhnungszeit, dann wirkt die Mischung aus Electro und Rock erfrischend und gefällt. Der Opener sorgt schnell für gute Laune. So darf es gerne weitergehen.

Auch dem dritten Song „Had He Walked Away“ ist zuzutrauen, dass er es in die Radioplaylisten schafft. Paradox Now verstehen sich darauf Musik zu machen, die viele Menschen mögen können und in gewissem Sinne massentauglich ist, ohne langweilig zu sein oder Bekanntes zu kopieren. Herausragend ist auch „You Want Some More“, ein sehr tanzbarer Song, der niemanden lange stillsitzen lassen dürfte. Generell sind die Tracks auf „This Is Neon“ lange sehr energiegeladen.

In der zweiten Hälfte des Albums geht es dann oft etwas ruhiger zu. Auch das lässt sich anhören. Allerdings wirkt die Platte hier weniger kreativ und büßt einiges von ihrem anfangs mitreißenden Charme ein. So lassen sich gegen Ende von „This Is Neon“ auch keine Songs mehr finden, die zu etwas mehr Bekanntheit gelangen könnten. Das Hitpotential ist leider durch die ersten Titel aufgebraucht worden.

Wie so oft startet auch „This Is Neon“ stark, außergewöhnlich stark sogar. Anschließend gibt es zwar keine Totalausfälle, doch ein wenig Ernüchterung stellt sich beim Hörer durchaus ein. Zumindest die drei Volltreffer „No Compromise“, „Had He Walked Away“ und „You Want Some More“ dürften jedoch den Bekanntheitsgrad von Paradox Now steigern und sind für ein Debütalbum schon beachtlich.


David Neumeier
(7 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.paradoxnow.com
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