Gehört und Gesehen - Yesterdays

11.07.2014Pennywise

Pennywise

Yesterdays

Epitaph (2014, CD)

Bei Pennywise ist es wie bei anderen Bands dieser Größe und Bekanntheit, sei es Rise Against, Lagwagon oder Bad Religion: Diese Band kann so gut wie nichts falsch machen und schon gar nicht, wenn Jim Lindberg wieder das Mikrofon in die Hand genommen hat. Was natürlich keinensfalls heißen soll, dass „Ersatzmann“ Zoli Téglás (Ignite) eine schlechte Wahl war – ganz im Gegenteil.

Trotzdem ist die Stimme Lindbergs einfach das gewohnte Organ zu dem typischen Sound der Pennywise-Songs. Während auf dem 2008er Album „Reason To Believe“ und „All Or Nothing“ (2012) mit Zoli Téglás am Mikrofon etwas andere musikalische Wege eingeschlagen wurden, besinnen sich Pennywise auf ihrer neuen Veröffentlichung wieder auf ihre Wurzeln.

Das natürlich ganz bewusst – denn der Albumtitel „Yesterdays“ kommt natürlich nicht von ungefähr. Schließlich sind durch Lindbergs Rückkehr alle Grundüngsmitglieder wieder vereint, ausgenommen natürlich der 1996 verstorbene Bassist Jason Thirsk.

Letzterem ist übrigens der größte Pennywise-Hit gewidmet: „Bro Hym“ ist wohl auch weit über die Punkrock-Grenzen hinaus bekannt und Pennywise schließen jedes ihrer Sets mit diesem Song, um ihrem Freund zu gedenken.

Und auch auf „Yesterdays“ wird Jason Thirsk hervorgehoben, denn das Album enthält Songs, die damals von ihm geschrieben wurden. Diese wurden nur zum ersten Mal in der 26-jährigen Geschichte von Pennywise aufgenommen.

„Wir wollten diese Songs schon immer mal aufnehmen, denn später in unserer Karriere fingen wir an, politischer und wütender zu werden“, so Sänger Jim Lindberg. Auf „Yesterdays“ widmen sich Pennywise dem ursprünglich Spirit von vor 25 Jahren, was wohl vor allem die älteren Fans der Band freuen dürfte.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.pennywisdom.com
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