Gehört und Gesehen - M.I.

06.06.2014Masked Intruder

Masked Intruder

M.I.

Fat Wreck Chords (2014, CD)

Hände hoch, Überfall! Bereits zum zweiten Mal singt die US-amerikanische Pop Punkband Masked Intruder über ihre Schandtaten. Die vier maskierten Musiker machen ein großes Geheimnis um ihre Identität, seitdem sie 2011 das erste Mal in Erscheinung traten. Auch im Rahmen ihres zweiten Werks „M.I.“ erfährt man nicht mehr über die Identität des Quartetts. Schlimme Finger scheinen sie allerdings weiterhin zu sein.

Masked Intruder gelten derzeit als eine der angesagtesten Pop-Punkrock Bands, kein Wunder, dass sie so auch einen Vertrag mit einem der größten Punkrocklabel weltweit, Fat Wreck Chords, in der Tasche haben.

Mit „M.I.“ haben Masked Intruder ihr zweites Werk von den Ketten gelassen, doch wer sich hinter der Band verbirgt, ist immer noch nicht bekannt. Denn die Musiker treten stets maskiert auf und nennen sich „Intruder Green“, „Intruder Red“, „Intruder Blue“ und „Intruder Yellow“ - farblich passend zu ihren Namen tragen sie Skimasken, sowohl auf der Bühne als auch auf Bandfotos.

Doch nicht nur um Überfälle geht es auf dem Album, denn bei Masked Intruder steht vor allem eine Gruppe im Mittelpunkt: Die Ladies. „Wir sind extrem aufgeregt wegen des Albums“, so die Band in einem Pressetatement. „Wir hatten wieder eine großartige Zeit während der Arbeit mit Matt Allison und wir könnten nicht zufriedener mit dem Ergebnis sein! Wir können es nicht erwarten, dass jeder es hört – vorallem die Ladies.“

Überfälle und Mädels – Masked Intruder beschäftigen sich also mit den wichtigen Dingen im Leben. Passend dazu spielen sie fruchtig spritzigen Pop Punk. Allerdings sollte man die vier Herren nicht unterschätzen, denn auch wenn man die Musik an sich nicht ganz ernst nehmen kann und deutlich der Spaß im Vordergrund steht, konnten sich die US-Amerikaner schnell einen Namen in der Punkrock-Welt erspielen.

Auf „M.I.“ bekommt man das geboten, was man von einem Masked Intruder-Album erwartet: Softer Pop Punk, mit glockenheller Gesangsstimme, die vermutlich keinen Musikliebhaber wild jubelnd vom Stuhl springen lässt, aber für Biergetränkte Partynächte einen locker-flockigen Sommer-Soundtrack bietet.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
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