Gehört und Gesehen - Don´t Wait Up

16.05.2014Bane

Bane

Don´t Wait Up

End Hits Records (2014, CD)

„Tschüss, wir sind raus!“ brüllt einem die US-amerikanische Hardcoreband Bane entgegen – denn nach diesem Album ist Schluss, der Fünfer verabschiedet sich. Allerdings alles andere als still und leise, denn auf ihrem letzten Werk „Don´t Wait Up“ geben Bane noch einmal richtig Gas und verabschieden sich mit einem großen Knall, wie es sich für eine solche Band gehört.

Abschiede sind schmerzhaft. Und das so gut wie immer, da muss man ehrlich sein. Auch der Abschied von Bane ist durchaus schade in Zeiten von immer mehr elektronischem und nichtssagendem Sound, der aus den Boxen der heutigen Jugend dröhnt – oder, um es deutlicher zu sagen: In Zeiten von Miley Cyrus und Justin Bieber sollte der Trend doch bitte wieder Richtung handgemachter, ehrlicher Musik gehen.

Doch mit „Don´t Wait Up“ verlässt nun auch Bane die Bühnen dieser Welt, aber nicht ohne nochmal einen netten Gruß dazulassen. Einheit, Ehrlichkeit und dem Herz für die gute Sache war dem US-Quintett schon immer wichtig und auch auf ihrem letzten Werk stehen sie für ihre Überzeugungen ein – und das in ordentlicher Oldschool Hardcore-Manier.

„Es ist eine ziemlich düstere Platte, auf der wir viel über uns selbst nachdenken. Es geht um das Ende unserer Band, die Notwendigkeit Abschied zu nehmen und das, was kommt, annehmen zu müssen. Etwas, von dem man weiß, dass es kommen muss, für das man aber nie bereit sein wird.“, so Sänger Aaron Bedard. Wie gesagt, Abschiede sind schmerzhaft und Bane musizieren immerhin schon seit 1995 gemeinsam.

Trotzdem sollte man den Fokus nicht nur darauf setzen, dass Bane fortan Geschichte sind. Denn zum Ende lassen sie es noch einmal richtig Krachen und holen sich als Unterstützung Sänger wie Pat Flynn von Have Heart, David Wood von Down To Nothing und Terror sowie Reba Meyers von Code Orange Kids ins Boot und präsentieren mit „Don´t Wait Up“ ein starkes Album, der dem Anlass mehr als nur gerecht wird.

„Don’t Wait Up“ ist das Ergebnis aus den vielen Jahren, die wir zusammen Musik gemacht haben, ein Versuch, Abschied zu nehmen“, so Bedard. „Wir hoffen, dass das Album diesen Zweck erfüllt. Es ist ein Hardcore-Album, denn wie bei allem, was wir mit BANE bisher erreicht haben, haben wir es in erster Linie für die Hardcore-Kids gemacht“. Und diese werden an dem letzten Album sicherlich viel Freude haben und während der letzten Shows im Sommer wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge ordentlich moshen.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.facebook.com/banecentral
© Copyright: Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Weitere Infos + Nutzungsbedingungen im Impressum
Zur Übersicht Zur Startseite