Gehört und Gesehen - Jetstream Journey

18.04.2014Hot Camshaft

Hot Camshaft

Jetstream Journey

Royce Records (2014, CD)

Mit „Jetstream Journey“ veröffentlichen Hot Camshaft ihr Debütalbum. Die Band, die keiner genauen Heimatstadt zugeordnet werden kann, weil ihre Mitglieder aus Lüneburg, Nienburg, Hävern, Kampsheide und Binnen stammen, frönt dem Rock´n´Roll und kündigt im Vorfeld an, „die Faust für den Gehörgang“ zu liefern.

Das Artwork der Platte lässt nichts Gutes vermuten und sieht aus, als würde auf Teufel komm raus versucht werden, möglichst viele der bekannten Rocker-Klischee zu bedienen. Musikalisch wird sich auch dem Rock´n´Roll hingegeben, der aber glücklicherweise um einiges besser klingt, als das Artwork aussieht.

Und Gott sei Dank ist die Musik natürlich die Hauptsache und hier zeigt das Quintett eine solide Leistung, mit präsenten Metaleinschlägen verleihen sie ihrer Musik noch einmal eine frische Note.

Weiter interessant ist, dass einige Mitglieder nicht nur im Musikbereich beheimatet sind, sondern es sie auch in die Schauspielerei zieht: Im dritten Teil des plattdeutschen Weltraumspektakels „De Apparatspott“ konnten Nebenrollen ergattert werden.

Eine Offenbarung ist „Jetstream Journey“ nicht gerade, wohl auch oder gerade nicht für eingefleischte Rock´n´Roll-Fans. Trotzdem haben Hot Camshaft ein gutes, erstes Werk abgeliefert, das noch Luft nach oben lässt – aber gleich am Zenit angekommen zu sein, wäre ja auch irgendwie langweilig.


Hanna Rühaak
(6 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.hotcamshaft.de
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