Gehört und Gesehen - Reverie Lagoon: Music For Escapism Only

21.03.2014Seahaven

Seahaven

Reverie Lagoon: Music For Escapism Only

Run For Cover (2014, CD)

Mit “Reverie Lagoon: Music For Escapism Only”, dem neusten Werk von Seahaven, wird einem eine zauberhafte Albumreise versprochen – und die Beschreibung "zauberhaft" trifft die Musik der vier Kalifornier wohl auch am allerbesten. Ganz im Gegensatz zu ihrer sonnigen Heimat verbreiten Seahaven auf ihrem zweiten Studioalbum eher melancholische Stimmung, doch was macht schon ein wenig Melancholie, wenn sie so schön sein kann?

Zauberhafte Melancholie. Ja, das passt. Ruhige Melodien, dazu die prägnante, beinahe träge, schleppende und traurige Stimme von Frontmann Kyle Soto und durchdacht eingesetzte Streicher, die in den meisten Fällen ja sowieso ein wohliges Gefühl in die Magengegend zaubern. Zu Seahaven passen so viele Adjektive, dass man sie gar nicht alle unterbringen kann.

Doch siehe da, zur Mitte des Albums wird es dann zunehmend pompöser, lauter, durchdringender. Ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Um anschließend aber gleich wieder in ruhige Klänge überzugehen – ein kleiner Ausbruch der Gefühle.

Ein Blick in die Lyrics verrät: Hier geht es um tiefe Gefühle. Hoffnung, dem Gefühl der Einsamkeit und der Liebe. Natürlich. Schließlich ist sie eine der größten Emotionen.

Der bereits erahnte Anstieg des Tempos setzt sich in der goldene Mitte nun vollends durch, und auch das steht den Kaliforniern sehr gut. Auf “Reverie Lagoon: Music For Escapism Only” nehmen Seahaven einen mit auf eine Achterbahn der Gefühle, nach deren Fahrt allerdings nicht die Übelkeit, sondern das wunderbare Gefühl des Adrenalin in einem zurück bleibt.


Hanna Rühaak
(8 / 10 Pkt.)

Mehr:
www.welcometoseahaven.com
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